Erdogan-Sprecher: Türkei wird weiter gegen Kurdenmiliz in Nordsyrien kämpfen

Die Türkei hat eine Fortsetzung ihres Kampfs gegen eine von den USA unterstützte Kurdenmiliz in Syrien angekündigt.
Titelbild
Die Türkei hatte vor einigen Tagen mit Luftschlägen eine Offensive gegen kurdische Truppen im Nordwesten Syriens begonnen.Foto: XinHua/dpa
Epoch Times14. Januar 2019

Die Türkei hat ungeachtet der Drohung von US-Präsident Donald Trump eine Fortsetzung ihres Kampfs gegen eine von den USA unterstützte Kurdenmiliz in Nordsyrien angekündigt.

Der Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan schrieb am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter, es gebe „keinen Unterschied“ zwischen den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). „Wir werden weiter gegen sie alle kämpfen“, kündigte Ibrahim Kalin an.

Trump hatte die Türkei am Sonntag mit scharfen Worten vor einer neuen Offensive gegen die Kurdenkämpfer in Nordsyrien gewarnt. Die USA würden die Türkei bei einem Angriff auf Kurden „wirtschaftlich zerstören“, schrieb er bei Twitter. Zugleich rief er die Kurden dazu auf, die Türkei nicht zu „provozieren“. Außerdem sprach Trump von der Einrichtung einer 32 Kilometer großen „Sicherheitszone“.

Trump hatte im Dezember überraschend einen vollständigen Abzug der US-Truppen aus Syrien angekündigt. Das schwächt die Position der YPG, die in Syrien bislang mit US-Unterstützung gegen die IS-Miliz kämpfte. Erdogan hat eine neue Offensive gegen die YPG angedroht. Ankara sieht die syrische Kurdenmiliz als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft.

Angesichts von Erdogans Drohungen gegen die YPG machte Trumps Sicherheitsberater John Bolton einen Abzug der US-Truppen kürzlich von Garantien der Türkei für die Sicherheit der Kurdenmiliz abhängig. Bei einem Besuch in Ankara vergangene Woche stieß Bolton damit aber auf scharfe Ablehnung. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion