Erfolge in Syrien: Obama lenkt ein – IS, Söldner, US-Geheimdienste in Bedrängnis

Epoch Times2. November 2015 Aktualisiert: 2. November 2015 16:07
In drei Wochen schaffte es die syrische Regierung mit Hilfe der russischen Luftschläge 50 Ortschaften von den radikalen Islamisten zu befreien. Nicht alle Parteien finden diese Nachricht gut.

Die russischen Luftschläge in Syrien bringen nicht nur die IS-Terroristen in Bedrängnis: Innerhalb nur eines Monats flog Russland 1.400 Angriffe auf Positionen des Islamischen Staat und konnte dabei mehr als 1.600 Objekte vernichten. Dies berichtet Sputniknews unter Berufung auf die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta". 

Weiters heißt es, dass in den letzten drei Wochen 50 Ortschaften von den Dschihadisten befreit werden konnten. Darunter 19 Orte in Aleppo, neun in der Provinz Latakia und zwölf im zentralen Gebiet des Landes. Die Stadt Sneisel in der Provinz Homs konnte auch zurück erobert werden.

Man könne zwar noch nicht von einem absoluten Sieg sprechen, aber die Verluste in den Reihen der Terrormiliz seien erheblich, meint der russische Generalleutnant Andrej Kartapolow, laut "Sputnik".

Kartapolow erklärte auch, dass viele IS-Kämpfer demotiviert sind und die Milz verlassen. Trotzdem leisten die Dschihadisten weiterhin Widerstand im Kampf gegen die Regierungstruppen von Syriens Führer Baschar al-Assad.  

Die Terroristen würden finanzielle Unterstützung erhalten und seien deshalb immer noch sehr schlagkräftig.

IS & Co in Bedrängnis 

Unterdessen ließen die Verbündeten der USA eine "Luftbrücke" zur Evakuierung von IS-Terroristen errichten. Dies schreibt die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen Armeesprecher der syrischen Armee.

Um die Kämpfer vor russischen Luftangriffen zu schützen, landeten am 26. Oktober zwei Flugzeuge der Turkish Airlines, ein Flugzeug aus Katar und ein viertes Flugzeug aus den Emiraten in der Stadt Aden in Jemen. Dort übergaben sie ca. 500 islamische Kämpfer an Offiziere von Saudi-Arabien. Die Kämpfer wurden nach Jemen und Saudi-Arabien weiter transportiert, berichten die Deutschen Wirtschaftsnachrichten. 

Ein Ziel der USA ist derzeit, ihre Verbündeten zu evakuieren, damit sie nicht in die russischen Hände fallen. Auch die Washington Post bestätigt diese Aussage:

"Ein Informant aus dem Militär sagte der Zeitung, die Aufgabe der Spezialeinheiten bestehe darin, die US-Kämpfer dort zu stützen, wo es sinnvoll sei und jene ‚Initiativen zu verlassen, die nicht funktionieren‘. Die USA haben ausdrücklich gesagt, die 50 Mann sollen die Kämpfer unterweisen und nicht direkt in das Kampfgeschehen eingreifen. Diese Beschreibung deutet auf eine logistische Unterstützung beim Rückzug hin." (Siehe USA errichtet "Luftbrücke" zur Evakuierung von IS-Terroristen)

Überraschende Fortschritte in Wien

Der US-Präsident Barack Obama hat die Syrien-Mission vor einigen Tagen für gescheitet erklärt. Deshalb hat Obama nun auch zugestimmt sich mit Russland bei der Syrien-Frage zu einigen. Die überraschenden Fortschritte auf der Wiener Friedenskonferenz sind nicht für alle Beteiligten gute Nachrichten. 

US-Geheimdienste und Söldner-Firmen geraten damit unter Druck und werden vermutlich versuchen möglichst schnell aus dem russischen Einflussbereich in Syrien abzuziehen. Die von Washington angekündigte Entsendung eines US-Sondereinsatzkommandos nach Syrien könnte ihnen dabei behilflich sein.

Die USA hat bei den Gesprächen in Wien anscheinend auch zugestimmt, die politische Beilegung der Syrien-Krise nicht mehr mit der Bedingung eines Rücktritts des syrischen Machthabers zu verknüpfen. (so) 

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