Erwachen gegen die „Wachen“: Allen West kritisiert Obama für Unterstützung von „Black Lives Matter“

Von 15. Juli 2020 Aktualisiert: 15. Juli 2020 15:06
Im Umfeld des Unabhängigkeitstages (4. Juli) bezeichnete Ex-US-Präsident Barack Obama die Proteste der umstrittenen Bewegung „Black Lives Matter“ als Ausdruck eines „großen Erwachens“. Der afroamerikanische Ex-Kongressabgeordnete Allen West übt deutliche Kritik.

Der Oberstleutnant der US-Armee und der texanischen Nationalgarde und mehrjährige afroamerikanische Kongressabgeordnete Allen West hat in einer Botschaft auf YouTube scharfe Kritik am ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama geübt. Anlass war dessen Aussage in einer Fernsehsendung, Amerika erlebe durch das Auftreten der „Black Lives Matter“-Bewegung ein „großes Erwachen“.

Einen solchen Ausdruck zu benutzen für Anarchisten und Personen, die sich selbst offen als „trainierte Marxisten“ bezeichnen, sei völlig inakzeptabel – zumal von diesen in erster Linie Plünderungen, Gewalt und Denkmalbeschädigungen ausgingen.

Obama hat „seine Macht gegen die Bürger missbraucht“

Es sei jedoch nichts Neues, so etwas aus dem Mund von Politikern zu hören, die darüber sprächen, die Vereinigten Staaten von Amerika „fundamental zu transformieren“.

West verwies darauf, dass es in der Zeit der Präsidentschaft Obamas selbst ein „großes Erwachen“ gegeben habe, und dass dieses zum ersten Mal von Konservativen ausging. Der erfahrene Militär war damals selbst Teil der „Tea Party“-Bewegung, die sich historisch auf die „Boston Tea Party“ von 1773 berief, wobei „Tea“ in diesem Fall für „Taxed Enough Already“ stand.

Die Tea Party war eine vor allem fiskalkonservative Bewegung, die für einen schlanken Staat stand. Bei den Kongresswahlen des Jahres 2010 bewirkte es nicht zuletzt diese Bewegung, dass Obamas Demokraten 63 Sitze im Repräsentantenhaus verloren.

„Dies geschah, indem Amerikaner lediglich ihre Rechte nutzten, die ihnen nach dem 1. Verfassungszusatz zustehen“, erklärte West, „als Reaktion darauf, dass Obama die gesamte Macht der Regierung gegen amerikanische Bürger gewendet hatte“.

„Kein Appeasement gegenüber der Tyrannei des Mobs“

Obama habe anschließend seine Macht noch weiter missbraucht, indem er die Steuerbehörde gezielt auf konservative und Tea-Party-Vereinigungen ansetzte. Die Tea Party wurde in weiterer Folge aufgerieben, da sich unterschiedliche Schattierungen des Konservatismus einen Machtkampf zu liefern begannen und die Republikaner 2012 mit Mitt Romney einen Kandidaten ins Rennen schickten, der selbst an der eigenen Basis wenig Enthusiasmus auszulösen vermochte.

Heute sei die Zeit gekommen, um den Geist der Tea Party wiederzuerwecken, meint Allen West – um die Gefahr einer linken Tyrannei zu bekämpfen, die dem Land drohe:

Wir können entweder als die erwachten Söhne und Töchter der Freiheit aufstehen oder wir können als Feiglinge Appeasement gegenüber einer Tyrannei der selbsternannten ‚Wachen‘ betreiben und uns ergeben.“

Ideologie von „Black Lives Matter“ ist kommunistisch

Die „Autonomen Zonen“, der Ruf nach Segregation, das Verlangen nach Desintegration und dem Bruch mit der eigenen Geschichte als „Erwachen“ zu bezeichnen, sei etwas, das man nur von Kommunisten kenne, betont West.

Dass sich nun das Potenzial für eine Tyrannei auch auf amerikanischem Boden zeige, sei ein Weckruf, um sich auf die Freiheit und auf die Geschichte der amerikanischen Republik zu besinnen.

Wie schon vor 244 Jahren müssten die freiheitsliebenden Menschen auch heute wieder aufstehen und ihre von Gott gegebenen – und nicht von der Regierung zugestandenen – Rechte vor der Tyrannei bewahren. „Ich werde mich der Tyrannei der ‚Wachen‘ nicht beugen“, macht er in seinem Video deutlich.

Allen West vertrat von 2011 bis 2013 den 22. Kongressbezirk von Florida, ehe dieser im Zuge einer Umstrukturierung zum 18. umgegliedert wurde. 2012 verlor West darin knapp gegen den zuvor von den Republikanern zu den Demokraten gewechselten Patrick Murphy.

Politische Karriere von Allen West an Islamkritik gescheitert?

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West meldet sich nach wie vor regelmäßig mit Kommentaren zur Tagespolitik zu Wort, unter anderem auch auf „Fox News”. Mit Blick auf den „Congressional Progressive Caucus”, in dem sich Abgeordnete der Demokraten zusammenschlossen, erklärte er einst, zwischen 78 und 81 Mitglieder des Kongresses seien „Mitglieder der Kommunistischen Partei“.

Allen West galt auch lange Zeit als Aushängeschild der „Islamkritik“, weil er dem Islam pauschal den Charakter als Religion absprach und ihn als „politische Ideologie“ einordnete, die einen „bösartigen Feind“ im eigenen Land darstelle. Später relativierte West die Aussage und erklärte, damit nur den politischen Islam gemeint zu haben.

Beobachter gehen dennoch davon aus, dass seine angriffige Rhetorik gegenüber Muslimen seiner politischen Karriere geschadet habe. Bei den Kongresswahlen im November 2012 fehlten ihm etwas mehr als 2.000 Stimmen zur Wiederwahl – ungefähr so viele, wie zu diesem Zeitpunkt auch Muslime in dem Stimmbezirk lebten.

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Wie sich die Fülle der Organisationen, die heute Unruhen und Gewalt in der westlichen Gesellschaft anstiften, auch nennen mag – sei es „Unteilbar“, „Antifa“, „Stopp das Patriarchat“, „Black Lives Matter“ oder „Widerstand gegen Faschismus“ – sie alle sind Kommunisten oder Befürworter kommunistischer Ideen. Die gewalttätige Gruppe der „Antifa“ besteht aus Menschen verschiedener kommunistischer Prägung, wie Anarchisten, Sozialisten, Liberalen, Sozialdemokraten und dergleichen.

„Widerstand gegen Faschismus“ ist eigentlich eine linksradikale Gruppe, die vom Präsidenten der Revolutionären Kommunistischen Partei der USA gegründet wurde. Sie steckte hinter vielen großen Protestveranstaltungen, die darauf abzielten, das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen 2016 zu kippen.

Unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung arbeiten diese Gruppen unermüdlich daran, alle möglichen Konflikte in der westlichen Gesellschaft zu schüren. Um ihr eigentliches Ziel zu verstehen, braucht man nur einen Blick auf die Richtlinie der Kommunistischen Partei der USA an ihre Mitglieder zu werfen, wie sie im Kongressbericht von 1956 formuliert wurde:

„Mitglieder und Frontorganisationen müssen unsere Kritiker ständig in Verlegenheit bringen, diskreditieren und herabsetzen [...] Wenn Gegner unserer Sache zu irritierend werden, brandmarkt sie als Faschisten oder Nazis oder Antisemiten. [...] Bringt diejenigen, die sich uns widersetzen, ständig mit Namen in Verbindung, die bereits einen schlechten Ruf haben. Diese Verbindung wird nach ausreichender Wiederholung in der Öffentlichkeit zur ‚Tatsache‘ werden.“ Hier weitere Informationen und Leseproben.

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