Ex-CIA-Analyst: USA hat keine Beweise, dass Russen MH17 abschossen

Epoch Times22. August 2015 Aktualisiert: 22. August 2015 13:54
Der CIA-Veteran Ray McGovern ist davon überzeugt, dass die USA keine stichhaltigen Beweise für eine Schuld Russlands oder der russischen Separatisten am Abschuss des Malaysia Airlines Flug MH17 hat.

"Die US-Regierung hat keine Beweise, dass die Russen oder die prorussischen Separatisten MH17 abgeschossen haben". Das ist die Aussage von Ray McGovern, der 27 Jahre lang als CIA-Analytiker gearbeitet hat, berichtet "Sputniknews" unter Berufung auf die Webseite Bradblog. 

Die Behauptungen aus Washington über den Hergang des Absturzes der Passagiermaschine stützen sich lediglich auf Informationen aus den sozialen Netzwerken, sagte McGovern.

"Es gibt keine stichhaltigen Beweise dafür, dass die so genannten prorussischen Separatisten oder die Russen selbst dieses Flugzeug vom Himmel geholt haben", erklärt der CIA-Veteran im Gespräch mit dem Blog.

McGovern der seit seiner Pensionierung für die Organisation "Veteran Intelligence Professionals for Sanity" arbeitet, fügte hinzu: "Ich bin überzeugt: Wenn es solche Beweise gegeben hätte, wären sie längst an die große Glocke gehängt worden."

US-Außenminister John Kerry berufe sich in seinen Anschuldigungen auf "Einschätzungen der Regierung", das heißt auf Dokumente, die im Weißen Haus ohne Zustimmung der amerikanischen Geheimdienste verfasst worden seien, so McGovern. 

"Wir geben jährlich 90 Milliarden Dollar für die Aufklärung der USA aus, und wenn es zur Sache geht, müssen wir uns auf soziale Netzwerke verlassen."

Malaysia-Airlines-Flug MH17 war am 17. Juli 2014 vermutlich von einer Flugabwehrrakete abgeschossen worden. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder, kamen ums Leben. Die Ukraine und Russland geben sich gegenseitig die Schuld.

Russland hat im UN-Sicherheitsrat die Einrichtung eines Tribunals zum Abschuss der Malaysia-Airlines-Maschine über der Ostukraine verhindert. Moskau lehnte das Tribunal ab, da es befürchtete, dass mit diesem Tribunal "politisiert" werden könnte und es "ineffizient" wäre, außerdem verwies Russland darauf, dass die MH17-Katastrophe das Ergebnis einer Kriminaltat und keine Bedrohung für den Weltfrieden sei. (so) 

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