Ex-Generalinspekteur erwartet Bundeswehr-Abzug aus Afghanistan

Epoch Times27. Dezember 2018 Aktualisiert: 27. Dezember 2018 13:21
Ein Abzug der US-Truppen aus Afghanistan hätte auch Konsequenzen für die Bundeswehr, meint Ex-Generalinspekteur Kujat.

Neben dem Abzug ihrer Soldaten aus Syrien will die US-Regierung  auch die eigene Truppenstärke in Afghanistan deutlich reduzieren.

Das „Wall Street Journal“ meldete unter Berufung auf nicht näher genannte Regierungsbeamte, etwa die Hälfte der 14.000 US-Soldaten in Afghanistan solle abgezogen werden. US-Präsident Donald Trump habe das Verteidigungsministerium bereits angewiesen, den Truppenabzug einzuleiten, hieß es.

Diese Ankündigung könnte auch das Aus des Bundeswehr-Einsatzes am Hindukusch bedeuten. Das meint zumindest der frühere Generalinspekteur Harald Kujat. In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ sagte er:

Wenn die Vereinigten Staaten sich bis auf ein Restkontingent aus Afghanistan zurückziehen, gibt es auch für uns keinen Grund mehr, diesen Einsatz fortzusetzen“.

Wenn zudem Schutz und Unterstützung deutscher Soldaten nicht hundertprozentig gewährleistet seien, müsse die Bundeswehr den Einsatz in Afghanistan beenden. Das stehe „außer Frage.“

Kujat sagte, er rechne nicht damit, dass einzelne Nato-Staaten wie etwa Großbritannien ihre Kontingente aufstocken, um den Abzug der US-Soldaten auszugleichen.

Derzeit sind im Rahmen des Unterstützungs- und Ausbildungseinsatzes „Resolute Support“ der Nato rund 1100 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert. (so/dpa)

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