Exklusiv: Pentagon-Glasfaser-Technologie in Chinas Händen – Clinton gab China freien Zugang – Trump räumt auf

Von 7. Mai 2018 Aktualisiert: 18. Dezember 2018 18:08
„Einer der größten Schuldigen in diesem ganzen Ding ist Präsident[Bill] Clinton, weil er China freiwillig Zugang zu fortschrittlicher Militärtechnologie, wie dem nuklearen Sprengkopf W88, gewährt hat. Es gab keine Einschränkungen.“

Die Kampfflugzeuge der fünften Generation des chinesischen Regimes, hochmoderne Marinekreuzer und die neuen Flugzeugträger sind wegen der darin verbauten modernen Glasfaserkabel tödlicher, als sie es ohne die ursprünglich für das Pentagon entwickelte Technologie wären, so ein US-Militärgeheimdienst.

Die Geschichte dieser Kabel ist Teil der größeren Geschichte, wie amerikanische Militärtechnologie beim Militär des chinesischen Regimes landete. Dieses Thema will die Trump-Administration mit Sanktionen und neuen Gesetzen angehen.

Die Glasfasertechnologie überträgt große Datenmengen mit sehr hoher Geschwindigkeit. Es handelt sich um eine „Dual-Use“-Technologie, die sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich eingesetzt wird. Im zivilen Bereich werden Telekommunikationsdaten, wie z.B. die Internet-Kommunikation, über Glasfaser übertragen. Für das Militär wird Glasfaser in Schiffen, Jets und anderen Systemen zur Übertragung großer Datenmengen eingesetzt. In einem Kampf kann die Geschwindigkeit dieser Systeme den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen.

Ein Entwicklungsauftrag für ein Glasfaserkabel der nächsten Generation wurde vom Pentagon an das japanische Unternehmen Sumitomo Electric Lightwave, mit Sitz in North Carolina, vergeben. Nachdem das Unternehmen die Technologie für das US-Militär entwickelt hatte, begann es mit dem Verkauf der Glasfaser an private Unternehmen, da das Pentagon keine Exklusivrechte an der Entwicklung hatte. Sumitomo hat diese Technologie über seine Büros in Peking auch an die chinesischen Telekommunikations Unternehmen ZTE und Huawei verkauft.

Alles, was wir in China verkaufen, sollte daraufhin geprüft werden, ob diese Technologie unsere Truppen töten könnte.

Richard Fisher, Senior Fellow, Internationales Bewertungs- und Strategiezentrum

ZTE und Huawei sind keine Unbekannten. ZTE wird derzeit sanktioniert, und Huawei wird wegen des Verkaufs verbotener Technologien an den Iran untersucht. Beide Unternehmen haben auch Verbindungen zum Militär der Kommunistischen Partei Chinas, der People’s Liberation Army (PLA).

Siehe auch: Pentagon: Verkaufsverbot für chinesische „Spionage-Handys“ von ZTE und Huawei auf US-Militärbasen

Ein US-Militär-Geheimdienstoffizier sagte, dass die PLA sie in die Hände bekam, nicht lange, nachdem Sumitomo diese von den USA finanzierte Faseroptik an ZTE und Huawei verkauft hatte.

Der Offizier sagte, dass er Geheimdienstinformationen gesehen hätte, die bestätigten, dass die militärische Ausrüstung der PLA die gleiche Faseroptik benutzt, die durch das Pentagon in Auftrag gegeben wurde.

„Es wurde nicht gestohlen. Es war für zivile oder nichtmilitärische Zwecke“, sagte er. „In China wird es für die Marine und für Flugzeuge, wie den J-10 Jet, die High-End Zerstörer, Kreuzer und für den Bau der neuen Flugzeugträger eingesetzt.“

„Sumitomo Electric Lightwave ist führend in der Entwicklung hochmoderner Lichtwellenleiter für den Einsatz an Bord von Schiffen sowie für Kampfjets und Drohnen.“

„Ein Teil der Technologie ist versehentlich unter die Kontrolle von ZTE und Huawei gelangt.“

Technologietransfer

Laut einem Memo, das der Epoch Times (USA) vorliegt, könnten die Sumitomo-Technologien auch im Iran gelandet sein. Darin heißt es: „Im Iran landeten die Produkte irgendwann zwischen Mai 2009 und Dezember 2009 bei Isfahan Optics Industries, einem Teil der staatlichen Verteidigungsoperation.“

Es wird angenommen, dass diese Technologien „eine beträchtliche Menge an FTTx Service Dropkabeln und etwa 30 (oder mehr) des Typ 39 Alignment Splicers“ sind. Das Memo vermerkt, dass es „begrenzte Informationen“ über die genauen Mengen gibt, die in die Hände des Iran gelangten.

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Das Memo besagt, dass die Produkte ihren Weg in den Iran zuerst über Malaysia, dann über Dubai gefunden haben. Es enthält unbestätigte Analysen von vier weiteren Unternehmen, von denen angenommen wird, dass sie an den Transfers in den Iran beteiligt waren.

Der Geheimdienstoffizier machte deutlich, dass Sumitomos frühere Geschäfte mit ZTE und Huawei nicht illegal waren. Dennoch, sagte er, wird das Problem der Dual-Use-Technologien, die ihren Weg in feindliche Hände finden, zu einem Problem, das die Vereinigten Staaten nicht länger ignorieren können.

„Die Lieferanten, es gibt nichts verräterisches an ihnen – sie versuchen nicht, etwas Schlechtes zu tun“, sagte er. Zu den Problemen gehört, dass, nachdem die Technologie in einem Land wie China verkauft wurde, „die Technologielieferanten nicht wissen, wie sie eingesetzt wird“, da die Unternehmen ihre Endverbraucher nicht kennen müssen.

Er nannte mehrere weitere Fälle. Einer davon war ein Unternehmen, das Technologie für hochwertige Speziallegierungen in den Iran verkaufte. Obwohl der anfängliche Einsatz der Technologie gutartig war, sagte er: „Genau das gleiche Material kann verwendet werden, um ähnliche Komponenten für Kernwaffen zu bauen – das ist Dual-Use.“

Ein weiterer Fall war ein Stahlunternehmen aus Shanghai, das Metalltechnologien von westlichen Unternehmen bezieht. Die Technologien wurden dann für PLA-Waffenprogramme verwendet.

„Das Problem ist, dass es keine Möglichkeit gibt die Verwendung von Technologieen in fragwürdigen Umgebungen zu verhindern“, erklärte der Geheimdienstoffizier.

Einer der größten Schuldigen in diesem ganzen Ding ist Präsident [Bill] Clinton, weil er China freiwillig Zugang zu fortschrittlicher Militärtechnologie, wie dem nuklearen Sprengkopf W88, gewährt hat. Es gab keine Einschränkungen.“

„Die Kommunistische Partei Chinas gewann 25 Jahre Entwicklung, indem sie US-Technologie umsonst bekam.“

Stiller Wettlauf um die technologische Führung

Wenn es um Fortschritte bei der militärischen Ausrüstung geht, müssen auch die zugrundeliegenden Technologien wie Lichtwellenleiter Schritt halten, um die Waffensysteme effektiv zu machen. Der Offizier stellte fest, dass zwischen den Nationen, „ein ständiger Wettlauf herrsche“, um bei der Entwicklung von Systemen wie Kampfflugzeugen der fünften Generation und Schiffswaffen, die große Datenmengen verarbeiten, Schritt zu halten. „Wenn Sie als Gegner Zugang zu dieser Technologie haben, können Sie Generationen der Entwicklung überspringen.“

„Das Entscheidende an der Glasfaser ist die Fähigkeit, Daten schnell zu übertragen. Jede neue Generation beschleunigt den Datentransfer. Je schneller man senden kann, desto besser ist es“, sagte er und fügte hinzu, dass heutige Glasfasertechnologie um einen „Lichtjahreswert“ schneller sei als die vor 30 Jahren.

Laut Richard Fisher, Senior Fellow des International Assessment and Strategy Center, wären moderne Glasfaserkabel, wie sie von Sumitomo entwickelt wurden, „für die PLA sehr attraktiv“.

Um die Bedeutung der Faseroptik für die Militärtechnik zu verstehen, müsse man ein wenig Geschichte der Militärtechnik kennen. In einem Kampf kann die Geschwindigkeit dieser Systeme den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen.

In den 70er-Jahren wurde die „fly by wire“-Technologie eingeführt, bei der die Piloten die Flugzeuge mit elektrischen statt mit hydraulischen Signalen steuerten. Fisher sagte, dass dies für die Kampfflugzeuge eine „radikale Erhöhung der Manövrierfähigkeit“ ermöglichte.

Die nächste Entwicklung war die Einführung der Fiberoptik, der so genannten „fly by light“-Technologie. Er sagte: „Im Vergleich zu ‚fly by wire‘ ermöglicht Glasfaserkabel viel schnellere und weitaus größere Datenübertragungen“.

„Moderne Kampfflugzeugradare und Kampfsysteme haben es mit Datenmengen zu tun, die um Längen größer sind als das, was die Radar- und Elektrosysteme der 80er Jahre verarbeiten mussten“, sagte Fisher. „Die Fähigkeit, Daten schneller zu übertragen, könnte den Unterschied dabei ausmachen, wessen Kampfsystem schneller eine Lösung findet, um den Gegner abzuschießen.“

Der Offizier sagte, das Gleiche gelte für Raketensysteme. „Die Qualität der schnellen Kommunikation und Datenübertragung ist entscheidend für effektive Raketen und Anti-Schiffs-Raketen.“

„Sobald man Technologie in China einführt, ist man verloren“

In Bezug auf ein vom Pentagon finanziertes Programms, das in den Händen der PLA endete, sagte der Beamte, dass das Pekinger Büro von Sumitomo „zumindest den Versuch unternommen hätte, zu sehen, wer der wahre Endverbraucher ist…. Japanische Unternehmen, US-Unternehmen, wer auch immer, wissen, dass eine Transfertechnologie für alle möglichen Dinge verwendet werden könnte“.

Er sagte, es sei ein häufiges Problem in China, dass ein ausländisches Unternehmen, das dort arbeite, dies mit dem Wissen tue, dass die Kommunistische Partei Chinas ihre Technologie erhalten werde. „Sobald man Technologie in China einführt, ist sie verloren“, sagte er.

Fisher teilte diese Ansicht und sagte: „Der chinesische militärisch-industrielle Komplex durchkämmt ständig die Erde nach Spitzentechnologien, die auf militärische Systeme angewendet werden können, die China entwickelt.“

„Huawei und ZTE schleichen sich auf Katzenpfoten ein und arbeiten für die Herrschaft der Kommunistischen Partei Chinas. Wir sollten sie auf jeden Fall als Agenten des Gegners erkennen und als solche behandeln.“

„Die Realität der weit verbreiteten zivil-militärischen Integrationspolitik Chinas bedeutet, dass alles, was wir an China verkaufen, von China daraufhin bewertet wird, ob es sich militärisch nutzen lässt. …. Alles, was wir in China verkaufen, sollte daraufhin überprüft werden, ob diese Technologie unsere Truppen töten könnte.“

Sanktionen

Zusätzlich zu den Sanktionen schlägt die Trump-Administration Gesetze vor, die es chinesischen Telekommunikationsunternehmen erschweren, ihre Produkte in den USA zu verkaufen. Der Vorschlag würde bewirken dass die Federal Communications Commission (FCC) keine Gelder mehr für Technologie oder Dienstleistungen von Unternehmen ausgibt, die als nationale Sicherheitsbedrohung für US-Kommunikationsnetze und Lieferketten gelten.

Das US-Handelsministerium gab kürzlich bekannt, dass es ZTE für sieben Jahre verboten ist, Komponenten von US-Herstellern zu kaufen, als Strafe für den illegalen Verkauf von Telekommunikationsgeräten mit amerikanischer Hochtechnologie an Iran und Nordkorea.

Huawei könnte bald mit ähnlichen Sanktionen konfrontiert werden und wird nun angeblich vom US-Justizministerium wegen Verletzung von Sanktionen gegen den Iran untersucht.

ZTE und Huawei reagierten nicht auf Anfragen per E-Mail. Sumitomo konnte telefonisch nicht für eine Stellungnahme erreicht werden.

Zuerst erschienen in The Epoch Times: Exclusive: Pentagon Technology Found Its Way to the Chinese Military

(Bearbeitung al)