F-35: Israel, USA und Großbritannien ziehen positive Bilanz über erste gemeinsame Luftwaffen-Übung

Von 27. Juni 2019 Aktualisiert: 27. Juni 2019 18:36
Im Dezember 2016 trafen die ersten von 50 geordneten Tarnkappenjets des Typs F-35 in Israel ein. Ein Jahr später war der erste davon einsatzbereit. Anfang der Woche hielten die Luftstreitkräfte des Landes ihr erstes gemeinsames Manöver mit der US-amerikanischen und der britischen Luftwaffe im östlichen Mittelmeer ab.

Wie mehrere Medien berichten, hat es am Dienstag (25.6.) erstmals in der Geschichte der militärischen Luftfahrt ein gemeinsames Manöver von F-35-Tarnkappenjets dreier Länder gegeben. Beteiligt an der „Tri-Lightning“-Übung im Mittelmeer waren die Israelischen Luftstreitkräfte (IAF), die U.S. Air Force und die Royal Air Force (RAF) des Vereinigten Königreiches.

Anlass des Manövers waren die für eine Woche anberaumten Feierlichkeiten zum 71. Jahrestag der Gründung der IAF. Die US-Jets des Typs F-35A starteten von der Al Dhafra Air Base in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus, die britischen F-35B von der Basis Akrotiri auf Zypern und die israelischen F-35I von der Nevatim Air Base in der Negev-Wüste.

Tri-Lightning dauerte einen Tag lang und beinhaltete eine Defensivübung mit aktiven und passiven Operationen, die Szenarien mit verbündeten und feindlichen Flugzeugen umfassten. Die Übung fand, wie der „Business Insider“ berichtete, über dem östlichen Mittelmeer statt.

Weitere gemeinsame Trainingseinheiten geplant

Die Israelischen Streitkräfte (IDF) unterstreichen, dass die gemeinsame Übung als Teil des jährlichen Manövertrainings vorgesehen war und eine einzigartige Möglichkeit bot, Kampfflugzeuge der fünften Generation in einem gemeinsamen Training einzusetzen. Die Übung soll auch die Kooperation zwischen den Luftstreitkräften und die Entwicklung gemeinsamer Potenziale ermöglichen.

Um die militärische Kooperation mit dem Schwerpunkt der Weiterentwicklung der Fähigkeiten der F-35 zu intensivieren, plane man, auch künftig aussagekräftige Übungen mit internationaler Präsenz abzuhalten, heißt es aus den IDF.

Brigadegeneral Amnon Ein-Dar erklärte, die erste internationale F-35-Übung, die Ausdruck der engen Kooperation zwischen den drei beteiligten Streitkräften sei, unterstreiche zudem das „Bekenntnis zu gemeinsamen Interessen Israels, der USA und Großbritanniens und neuer, exklusiver Potenziale im Nahen Osten“.

Generalleutnant Joseph T. Guastella, der Kommandant des Zentralkommandos der US-Luftstreitkräfte, bestätigte diese Einschätzung und erklärte:

„Die transatlantische strategische Beziehung zwischen den USA und ihren Partnern und Verbündeten ist über die vergangenen sieben Jahrzehnte hinweg ausgebaut worden und gründet sich auf eine Basis gemeinsamer Werte, Erfahrungen und Visionen.“

„Wertvolle Erfahrungen“

Oberstleutnant John Butcher vom 617. Schwadron zeigte sich ebenfalls zufrieden mit den „wertvollen Erfahrungen“, die Großbritanniens Luftwaffe aus der gemeinsamen Trainingseinheiten gezogen habe und die man in künftigen Übungen und möglichen Verlegungen auf dem Queen-Elizabeth-Flugzeugträger oder Übersee-Basen nutzen könne.

Die F-35 „Adir“ Joint-Strike-Flugzeuge wurden von der IAF im Dezember 2017 in Dienst gestellt. Sie waren die ersten Jets dieses Typs außerhalb der USA, die für einsatztauglich befunden worden waren. Zuvor hatten nur die U.S. Air Force und das Marine Corps sie im Einsatz. Die ersten dieser von Lockheed Martin entwickelten Kampfflugzeuge waren im Dezember 2016 in Israel eingetroffen. Insgesamt hat die Regierung in Jerusalem 50 F-35-Jets geordert, die etappenweise bis Dezember 2024 geliefert werden sollen.

Die USA hatten die Flugzeuge bislang 2018 im Kampf gegen Taliban-Stellungen in Afghanistan zum Einsatz gebracht, die Briten im Rahmen des Einsatzes der von den USA geführten Anti-IS-Koalition in Syrien und im Irak.

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