Flug MH17-Abschuss: Australien verlangt Entschuldigung vom Kreml; Russland verweigert

Epoch Times13. November 2014 Aktualisiert: 13. November 2014 12:13

Der australische Premierminister Tony Abbott forderte den Kreml bereits mehrfach auf, sich bei den Angehörigen der Opfer des Malaysia Airlines Flug MH17 für das Unglück zu entschuldigen. 

Russland lehnt dies jedoch strikt ab. "Diese Behauptungen sind haltlos. Wir verlangen eine umfassende und unparteiische internationale Untersuchung," erklärte der Sprecher der russischen Botschaft Alexander Odoevskiy smh.com.au.

Er fügte hinzu: "Wenn der Ministerpräsident, so wie er behauptet, irgendeinen klaren Beweis hat, dann sollte er ihn auf den Tisch legen. Wir haben bislang noch keinen gesehen."

Abbott und US-Beamte behaupten, dass Russland mit der Unterstützung von pro-russischen Militanten im Osten der Ukraine, das Flugzeug abgeschossen habe. Bei dem Unglück im Juli diesen Jahres, kamen 298 Menschen ums Leben. Die USA und andere westliche Staaten behaupten, dass Russland Raketen an die Separatisten in der Ukraine lieferte um die Passagiermaschine abzuschießen.

In einer Erklärung von Russland, veröffentlicht von AFP, heißt es: "Die Katastrophe des malaysischen Verkehrsflugzeugs war das Hauptthema der Diskussion zwischen Wladimir Putin und Tony Abbott. Beide Staatsoberhäupter sprachen sich für eine Beschleunigung der Untersuchungen aus, um die Gründe für die Tragödie zu finden."

Er fügte hinzu: "Bei diesem Treffen wurde auch über die untragbare Situation gesprochen, dass es den Experten teils nicht möglich ist zur Absturzstelle zu gelangen. Wladimir Putin betonte, dass Russland von Anfang an konsequent gefordert hatte, die Untersuchung unvoreingenommen, schnell und effektiv duchzuführen."

Die Hinhalte-Taktik

Sieht so aus, als arbeiten die großen Polit-Player der NATO daran, die Aufklärung des selbstinszenierten MH17-Absturzes so lange hinauszuzögern, bis niemand mehr danach fragt.

Dass das Endergebnis des niederländischen Untersuchungsberichts erst 2016 kommen soll trägt nichts zur Enthärtung dieses Verdachts bei.

Sogar im Bericht, den die NATO-affine BBC anlässlich des MH17-Gedenkens am 10. November veröffentlichte, wurde zugegeben, dass das niederländische Untersuchungsteam, welches den Abschuss aufklären soll, noch gar nicht in Donezk war und die Niederlande noch nicht einmal mit den prorussischen Rebellen gesprochen haben! Die offizielle Begründung des niederländischen Premiers Rutte, warum er nicht mit den Abtrünnigen redet: "Dann wären wir ja erpressbar."

Vergangene Woche gab Rutte jedoch bekannt, dass zur Klärung der Absturzursache die Unglücksmaschine weit möglichst rekonstruiert werden soll – ähnlich wie beim Flugzeugunglück von Lockerbie 1988. Fünf Eisenbahnwagons voller Wrackteile sollen zunächst in die ostukrainische Stadt Charkov gebracht und dann in die Niederlande geflogen werden, berichtete Deutschland Radio. (so/rf)

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