Flug MH17 Update – Privatdetektiv: „Vielleicht haben wir schon den alles entscheidenden Beweis“

Epoch Times25. November 2014 Aktualisiert: 25. November 2014 12:22

Ein anonymer Auftraggeber beauftragte den deutschen Privatermittler Josef Resch damit, die Wahrheit über den Absturz des Malaysia Airlines Flug MH17 herauszufinden. 

Der Auftraggeber stellte Resch 30 Millionen Dollar zur Verfügung um den Abschuss der Passagiermaschinen über dem Osten der Ukraine aufzuklären. Am 17. Juli war die Boeing 777 mit 298 Passagieren und Besatzungsmitglieder an Bord abgeschossen worden. Alle Insassen kamen bei dem Anschlag ums Leben. 

Jetzt, zwei Monate nachdem Resch den Auftrag erhalten hatte, wird die Belobung für Hinweise zu dem tragischen Flugzeugabsturz um 17 Millionen Dollar erhöht.

Das ganze läuft über WifKa, ein "Wirtschaftsfahndungs und Inkassobüro" mit Sitz in Bad Schartau in Schleswig Holstein. Der 65-jährige Resch ist der Geschäftsführer von WiKa.

"Das Geld wird in Zürich oder einem gewünschten neutralen Ort ausbezahlt. Eine neue Identität wird auf Wunsch durch den bzw. die Auftraggeber zugesichert" heißt es im Fahndungsaufruf der WifKa, der vor knapp zwei Monaten auf der Webseite veröffentlicht wurde.

Was ist bislang geschehen? 

Im Interview mit dem deutschen Magazin "Capital" spricht Resch nun über die Fortschritte der Ermittlungen.  

"Wir sind ein gutes Stück weitergekommen. Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir Gespräche führen. Von Angesicht zu Angesicht. Einem solchen Gespräch gehen Wochen der Anbahnung voraus. Meist über Mittelsmänner. Wir müssen sehr vorsichtig sein," sagte Resch dem Capital. 

Der Detektiv meinte, dass er insgesamt "über 1000 Mails, hunderte Anrufe und Dutzende Briefe mit Unterlagen" erhalten habe. Außerdem melden sich viele, die daran interessiert sind, schnelles Geld zu verdienen. 

Obwohl Resch schon viele Hinweise bekommen hat, sind die meisten davon wertlos. 

"99 Prozent der Hinweise konnte man gleich wegwerfen. Viele Wichtigtuer. Bei den Restlichen lohnte sich schon ein näheres Hinschauen," sagte er.

Resch hat ein kleines Team aus Dolmetschern, darunter IT-Spezialisten und Analytiker. Er sagte, dass er ein Netzwerk mit Leuten habe, denen er vertraut und mit denen er zusammen arbeitet. Aus Sicherheitsgründen würden diese Mitarbeiter jedoch nicht in die Öffentlichkeit treten. 

Aktuell trifft sich der Hobbydetektiv mit seinen Informanten. Aber auch das ist keine einfache Aufgabe. Herauszufinden wer ein echter Informant ist, ist schwer. 

"Neulich haben wir Informanten aus Ungarn gesprochen. Treffpunkt war ein Hotel. Angeblich sprachen die beiden kein Deutsch. Ich habe einen Mitarbeiter schon Stunden vor dem Treffen in der Lobby postiert. Und der hört, wie die Dame in fast akzentfreiem Deutsch einen Kaffee bestellt. Komisch, oder?," sagte er zum Capital. 

Er meinte, dass es Leute gibt, die sich einfach mit ihm treffen wollen um ihn kennenzulernen. Unter den vielen falschen Hinweisen, die Resch schon erhalten hat, gibt es aber auch einige brisante Dokumente. 

"Wir haben viele Dokumente erhalten. Korrespondenzen zwischen Behörden. Viele Indizienketten. Vielleicht ist auch schon der alles entscheidende Beweis dabei. Nur: Wir können ihn noch nicht als solchen erkennen, nicht belegen, dass er echt ist." (so) 

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