Frankreich: Sarkozy fordert Anti-IS-Koalition mit Russland

Epoch Times16. November 2015 Aktualisiert: 16. November 2015 12:22
Frankreichs Ex-Präsident fordert die französische Regierung auf, im Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat mit Russland zu kooperieren.

Nach den Terroranschlägen in Paris solle die französische Regierung die außenpolitische Strategie des Landes ändern, verlangt der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Er fordert den jetzigen französischen Präsidenten Francois Hollande dazu auf, mit Russland im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat zu kooperieren. 

"Ich habe Präsident Hollande gesagt, dass es notwendig ist, die Akzente unserer Außenpolitik zu ändern", sagte Sarkozy nach einem Treffen mit Hollande am Sonntag, berichtet Sputniknews.

Sarkozy, Chef der größten Oppositionspartei Les Républicains, rief dazu auf, alles zu tun um die Dschihadistengruppe Islamischer Staat zu vernichten. "Eine breite Koalition ist notwendig, unter anderem natürlich mit den Russen."

Bei der Anschlagsserie in Paris kamen insgesamt mindestens 129 Menschen ums Leben, über 350 weitere wurden verletzt, 100 davon schwer.

Zu den Attacken bekannte sich die Terrororganisation Islamischer Staat. In wenigen Jahren verbreitet sich der IS in weiten Teilen Syriens und im Irak. Unter der Führung der USA fligen Frankreich und andere Staaten seit 2014 Angriffe gegen die Terrormiliz. Seit Ende September engagiert sich auch Russland im Kampf gegen den IS in Syrien.

Beim G20-Gipfel in der Türkei, steht der Kampf gegen den Terrorismus ganz oben auf der Agenda. Von dem für Montagnachmittag erwarteten Abschlusskommuniqué wird ein starkes Signal gegen den weltweiten Terrorismus erwartet. Die G20-Staaten wollen sich darin auch verpflichten, ihre Hilfe für die Flüchtlinge auszuweiten und die Verantwortung besser zu verteilen. (so) 

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