Flüchtlinge und Migranten aus Libyen auf dem Weg nach Europa.Foto: David Ramos/Getty Images

Frontex kritisiert: Küstenwache geht „aggressiv“ gegen Rettungseinsätze vor der libyschen Küste vor

Epoch Times11. Oktober 2017 Aktualisiert: 11. Oktober 2017 8:03
Der Chef von Frontex hat die libysche Küstenwache für ihr zum Teil robustes Vorgehen gegen sogenannte Rettungseinsätze internationaler Hilfsorganisationen vor der libyschen Küste kritisiert.

Frontex-Chef Fabrice Leggeri hat die libysche Küstenwache für ihr zum Teil robustes Vorgehen gegen sogenannte Rettungseinsätze internationaler Hilfsorganisationen kritisiert.

„Die Küstenwache tritt zum Teil aggressiv und gewalttätig auf. Das muss sich verbessern“, sagte Leggeri der „Welt“ (Mittwochsausgabe).

Der Frontex-Chef machte gleichzeitig aber deutlich, dass das nordafrikanische Land selbstverständlich in die Lage versetzt werden müsse, Schlepper bereits an der Küste zu stoppen.

Es sei daher hilfreich, dass die EU die Ausbildung der libyschen Küstenwache verbessern wolle. Nach Angaben von Frontex ist die Zahl der Ankommenden in Italien entlang der Zentralen Mittelmeerroute in den vergangenen Monaten um etwa 50 Prozent gesunken.

„Trotzdem sind es immer noch zu viele, die illegal über das Mittelmeer einreisen“, sagte Leggeri. Die Situation in Libyen sei keineswegs stabil. „Entwarnung kann ich nicht geben“, erklärte der Frontex-Chef.

Eine signifikante Verlagerung der Libyen-Route auf andere nordafrikanische Länder gibt es laut Frontex bislang nicht. Man beobachte aber „genau“ neue Routen von Tunesien oder Algerien nach Italien. Zudem habe sich die Zahl der irregulären Grenzübertritte von Afrika nach Spanien im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Absolut seien es dieses Jahr bislang aber nur rund 12.000 auf dieser Route, sagte Leggeri. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion