Für ein Ende der Russlandsanktionen: Französische Politiker unterschreiben Petition

Epoch Times6. August 2015 Aktualisiert: 6. August 2015 13:38
Um ein Ende der Russlandsanktionen zu bewirken, initiierte die Gruppe der "freien Franzosen" eine Petition. Französische Abgeordnete, Politologen und Ökonomen stellen sich hinter die Initiative und unterschreiben das Gesuch.

Die Gruppe "freie Franzosen" aus Moskau fordert Frankreich auf, den Sanktionskrieg gegen Russland zu beenden und Frankreich die Mistral-Schiffe zu übergeben. Dies solle nicht nur aus rein wirtschaftlichen Überlegungen geschehen, sondern um Frankreichs internationale Autorität zu wahren. 

Ihr Anliegen will die Gruppe mit einer Petition durchsetzten. Die französische Zeitung Le Figaro veröffentlichte den Text des Gesuchs, dass bereits von mehr als 3.500 Franzosen unterschrieben wurde. 

Unter den Unterstützern finden sich auch Abgeordnete des französischen Parlaments, einer Reihe von Intellektuellen und Ökonomen. 

In dem Dokument heißt es, dass der Verzicht auf die Mistral-Übergabe eine kommerzielle Katastrophe sei. "Hunderte Arbeiter, Ingenieure, Geschäftsleute, Diplomaten und Mitarbeiter des Außenministeriums haben Jahre gearbeitet, damit dieser Vertrag zustande kam", zitiert Sputniknews die Petition

Es wäre auch der Ruf Frankreichs als Waffenlieferant in Gefahr. Dass der Rafale-Deal mit Indien nicht zustande gekommen ist, sehen die Autoren als eine Konsequent der Nichtlieferung der Militärschiffe an Russland.

Die Autoren der Petition verlangen von der französischen Regierung ihre Außenpolitik gegenüber Russland zu ändern. Dies soll "dem Ruf Frankreichs zuliebe" gemacht werden. Darüber hinaus geht es "um die Rettung von Arbeitsplätzen", "die Wahrung der französischen Interessen", "der russisch-französischen Freundschaft" und um den "Frieden in Europa".

Auch eine Entwicklung der Ukraine sehen die Autoren für unmöglich, sollte man den Sanktionskrieg mit Russland nicht beenden.

In dem Dokument heißt es dazu: "Einen Ausweg aus der Ukraine-Krise kann man nur auf dem Wege einer offenen Diskussion der Normandie-Vier (Frankreich, Deutschland, Russland und Ukraine) auf der Basis der Minsker Vereinbarungen finden. Hier müssen zwei Voraussetzungen erfüllt werden: eine Föderalisierung der Ukraine und deren Neutralität. Die Anwesenheit von Nato-Truppen in der Ukraine und ihre Erklärung über einen möglichen Nato-Beitritt sind Provokationen an die Adresse Russlands, welche die Krise nur zuspitzen und keineswegs das ukrainische Problem lösen. Schließlich können in wirtschaftlicher Hinsicht nur gemeinsame Handlungen der EU und Russlands die ukrainische Wirtschaft, die in eine katastrophale Lage geraten ist, wieder auf die Beine stellen". (so) 

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