Fukushima Katastrophe: Unbekannte Mengen von hochradioaktivem Wasser gelangten ins Meer

Epoch Times23. Februar 2015 Aktualisiert: 23. Februar 2015 11:28

An dem Atomkraftwerk Fukushima in Japan ist eine neue undichte Stelle entdeckt worden. Durch das Leck traten unbekannte Mengen von hochradioaktivem Wasser aus und gelangten ins Meer. 

Sensoren hätten an der Stelle Werte gemessen, die bis zu 70 Prozent über den ohnehin hohen Belastungswerten des Komplexes gelegen hätten, teilte der Betreiber Tepco am Sonntag mit, berichtet die Nachrichtenagentur "AFP".

Das Leck sei, nach Angaben des Betreiber, wieder geschlossen.  

Fukushima gilt als die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl in der Ukraine vor 25 Jahren. Drei der sechs Reaktoren des Kraftwerks explodierten nach dem Tsunami im März 2011. Durch die freigesetzte intensive Radioaktivität musste die Umgebung zwangsevakuiert werden. Seitdem kämpft Tepco mit der geplanten Säuberung von tausenden Tonnen kontaminierten Wassers, die zur Kühlung eingesetzt wurden.

Seit dem Unglück ist schon mehrfach verseuchtes Wasser durch undichte Stellen ins Meer gelangt. Zudem gibt es stetig einsickerndes Grundwasser und auch die Entsorgung hochradioaktiven Materials bereitet Schwierigkeiten, berichtet "AFP". Weiter heisst es, dass es noch mindestens drei bis vier Jahrzehnte dauern wird, bis das Atomkraftwerk endgültig stillgelegt werden kann. (so) 

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