Gaza-Gouverneur Frangi: Der Krieg hat den Friedensprozess um Jahre zurückgeworfen

Von 28. August 2014 Aktualisiert: 28. August 2014 12:38

Der Krieg im Gazastreifen im Juli und August hat die Friedensbemühungen im Nahen Osten massiv zurückgeworfen. Dies befürchtet der Gouverneur von Gaza-Stadt, Abdallah Frangi. „Die jetzige Konfrontation wirft uns um Jahre zurück. Ich hoffe aber, dass der Weltgemeinschaft und besonders den USA klar geworden ist, dass sie so schnell wie möglich handeln müssen um mit der neugebildeten palästinensischen Einheitsregierung eine dauerhafte Lösung herbeiführen“, sagte er Politiker im Interview mit dem Monatsmagazin COMPACT (Ausgabe 9/2014; EVT 28.8.2014).

Zugleich verteidigte Frangi die im Juni gebildete palästinensische Einheitsregierung aus den zuvor verfeindeten Parteien Fatah und Hamas, die von der israelischen Regierung abgelehnt wird. „Diese Einheitsregierung ist, wie von der Weltgemeinschaft gefordert, Voraussetzung, um die Zweistaaten Lösung herbeiführen zu können. EU und UNO reagierten positiv und erkennen die neue Regierung an. Das aber lehnt die israelische Regierung ab, da sie dadurch in Zugzwang gekommen wäre und über die Bildung eines palästinensischen Staates hätte verhandeln müssen“, so Frangi in COMPACT.

Frangi war zwischen 1993 und 2005 Generaldelegierter der Palästinensischen Autonomiebehörde in Deutschland und später Berater von Palästinenserpräsident Mahumd Abbas. Seit Mitte Juli ist er Gouverneur in Folge der neuen Einheitsregierung von Gaza-Stadt und damit der erste Fatah-Politiker seit Jahren in diesem Amt. (so)

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Quellenverweis:

www.compact-online.de

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