Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden nehmen an einer Militärparade in Teheran teil.Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

„Gefahr eines Krieges“: Staatsspitze des Irak warnt vor Eskalation der Iran-Krise

Epoch Times26. Mai 2019 Aktualisiert: 26. Mai 2019 13:50
Bei einem Besuch des iranischen Außenministers in Bagdad hat die irakische Führung vor Krieg in der Region gewarnt. Der Ministerpräsident sprach bei einem Treffen mit Sarif von der "Gefahr eines Krieges".

Bei einem Besuch des iranischen Außenministers Mohammed Dschawad Sarif in Bagdad hat die irakische Führung vor Krieg in der Region gewarnt. Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi sprach am Samstagabend bei einem Treffen mit Sarif von der „Gefahr eines Krieges“. Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatten in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Beide Länder sind Verbündete des Iraks.

Nach Angaben seines Büros setzte sich Mahdi bei dem Treffen für „Stabilität in der Region und die Aufrechterhaltung des Atomabkommens“ ein. Der irakische Präsident Präsident Barham Saleh habe mit Sarif über die Notwendigkeit gesprochen, jeglichen „Krieg oder Eskalation“ zu verhindern, hieß es weiter. Sarif selbst erklärte am Sonntag, der Iran werde „alle Versuche der Kriegsführung“ zurückschlagen, seien sie wirtschaftlicher oder militärischer Natur.

Zuvor hatten die USA angekündigt, rund 1500 zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden. Sie sollten dort vorwiegend schützende Aufgaben übernehmen, sagte US-Präsident Donald Trump. Der Iran kritisierte die Truppenaufstockung als „Gefahr“ für den Frieden. Derzeit sind im Nahen und Mittleren Osten zwischen 60.000 und 80.000 Soldaten stationiert.

Die USA hatten das umstrittene Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt. Genau ein Jahr später erklärte Teheran, auch der Iran werde einzelne Bestimmungen der Vereinbarung nicht mehr einhalten. Die iranische Führung verlangte „Entgegenkommen“ in mehreren Punkten von den anderen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Russland und China und drohte, nach einer Frist von 60 Tagen weitere Maßnahmen zu ergreifen. (afp/so)



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