Geheimdienst-Bericht: Die EU-Flüchtlingsagenda der Menschenhändler

Epoch Times21. Mai 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:39
28 Bosse der weltweit größten Schlepperorganisationen trafen sich in Kabul und wurden dabei von europäischen Nachrichtendiensten observiert. Ein vertraulicher Geheimdienst-Bericht, der der "Krone-Zeitung" vorliegt, zeigt welche Pläne die Menschenhändler für Europa haben. Eine neue Ost-Route über Ungarn soll demnach Migranten nach Österreich bringen. Die Schlepper wollen in der kommenden Zeit noch mehr Gewinne erzielen.

Die Schleppermafia ist offenbar unzufrieden über die momentane Situation in Europa. Durch die Schließung der Balkanroute und den verstärkten Grenzkontrollen, wird es für die Menschenhändler immer schwieriger die Flüchtlinge und Migranten in die EU zu schleusen. 

Laut einem von Geheimdiensten verfassten Dossier diskutierten die Schlepperbosse offenbar genau darüber: Demnach beschwerten sie sich über die aktuelle Krise unter dem ihr Geschäftsmodell zu leiden habe. Die Einnahmen seien wegen Grenzzäunen zurückgegangen, beklagten die Schleuser aus Afghanistan, Griechenland, dem Iran, Thailand, der Türkei, Bulgarien und Indien.

Doch, so die "Kronen-Zeitung", hätten die Kriminellen bereits eine Lösung für das Problem. Die Sperrung der Balkanroute soll mit einer neuen Route umgangen werden. Demnach soll eine von Afghanistan über Georgien, nach Russland in die Ukraine und weiter nach Ungarn bis nach Österreich führende Route "erkundet und ausgebaut werden." 

Ziel: 109.000 Afghanen illegal pro Jahr in die EU

Das vorrangige Ziel bleibe weiterhin, illegale Migranten mit gefälschten Papieren in die europäischen Zielländer zu bringen. Allein aus Afghanistan sollen so innerhalb eines Jahres 109.000 Migranten nach Europa geschleust werden – das sind 300 Menschen pro Tag. Die Reisezeit für diese Strecke soll außerdem auf maximal drei Wochen gekürzt werden. Außerdem sollen nach Beschwerden von bereits geschleusten Kunden "vermehrt Frauen" in die EU gebracht werden.

Offen sei nach wie vor, welche der Schlepperorganisationen für die Bezahlung von Bestechungsgeldern an den verschiedenen Grenzen aufkommen würden.

Zurückgehende Zahlen an illegalen Migranten würden keine langfristigen Trend darstellen, heißt es laut "Krone" in dem Dossier. Massenzuströme wie vor der Schließung der Balkanroute seien zwar nicht mehr möglich, dennoch sei ein signifikantes Ansteigen der Zahlen an illegalen Migranten aus Afghanistan, bedingt durch den großen Wunsch nach Flucht und der sehr gut organisierten Schlepperbanden, möglich.

Echtheit des Protokolls bestätigt

Dank der Geheimdienstaktion wüsste man um die Echtheit des Protokolls und darum, wie wichtig und richtig die nationalen Maßnahmen des Grenzschutzes gewesen seien, lautet es aus österreichischen Regierungskreisen, so das Blatt. Demnach  wurde auch die Echtheit des Protokolls bestätigt. (dk)

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