APRIL APRIL: Facebook, Google und NSA: Manipulation gegen die Demokratie

Von 3. April 2015 Aktualisiert: 3. April 2015 9:20

UPDATE von Jens Blecker:

Richtigstellung: Heiseartikel zu Facebook und NSA

Nach einigen Kommentaren wegen des Artikels als möglichen Aprilscherz, habe ich bei Heise angerufen um da Klarheit zu bekommen. Ich hätte nicht erwartet, dass man mit solchen Dingen in der aktuellen Lage noch “Witze” macht, leider ist es aber so. Einer der Autoren hat mir bestätigt, dass es sich bei dem Artikel um einen Aprilscherz handelt. Warum ich es trotzdem für plausibel gehalten habe, werde ich in einem weiteren Artikel ausführen. Denn so abwegig ist es leider nicht, wie Heise offensichtlich gedacht hat, auch denen werde ich Links zu zwei Presseerklärungen von Facebook schicken, die genau diese Themen behandeln.

Es tut mir leid, dass ich dieser Ente aufgesessen bin und möchte mich hiermit bei meinen Lesern entschuldigen. Eigentlich versuche ich solche Fehler zu vermeiden.

In unzähligen Artikeln habe ich bereits über die Möglichkeiten und Manipulationen der großen Netzwerke in den sozialen Medien geschrieben. Der Grad an Vertrauen und der technische Fortschritt eröffnen ungeahnte Möglichkeiten.

Im Zuge der Veröffentlichungen durch Edward Snowden ist nun ein weiterer perfider Skandal an die Oberfläche getrieben: Konzerne und Geheimdienste machen bei der Manipulation von Verabredungen gemeinsame Sache. Nicht dass uns das überraschen würde, nun ist es aber offen auf dem Tisch. Damit überschreiten sowohl Geheimdienste, als auch die sozialen Netzwerke eine Grenze. Wann werden die Menschen diesem Treiben ein Ende setzen und sich für die eigenen Rechte und Demokratie stark machen?

Dass die Menschen bei Facebook, Whatsapp und Co ausspioniert werden, ist hinlänglich bekannt und offenkundig. Hier lässt sich – wenn auch auf einer seeehr dünnen Eisschicht – noch mit der Terrorbekämpfung argumentieren. Was nun an die Oberfläche gespült wurde, lässt sich durch nichts mehr rechtfertigen.

Geheimdienste der „Five Eyes” und soziale Netzwerke haben „aktiv” in Verabredungen zu Flashmobs und ähnliches eingegriffen und die Daten manipuliert. Das ganze passiert in Echtzeit und sogar die Verbindungen von Nutzern im Reallife wurden im Algorithmus berücksichtigt, damit die Eingriffe nicht aufflogen. Da wird nun sehr viel deutlicher, warum beispielsweise bei Facebook permanent abgefragt wird, ob man den neuen „Freund” aus dem wahren Leben kennt.

Durch Whatsapp und anderen Tools lässt sich das natürlich auch abgleichen, wenn ich von jemandem die Telefonnummer habe, ist es doch sehr wahrscheinlich, dass man sich auch direkt über Aktionen abstimmt. In solchen Fällen wurden die Nachrichten von der Manipulation ausgenommen. Die apathische Masse wird sich der Tragweite kaum bewusst sein, aber ich wiederhole es gerne, hier wird eine Grundfeste der Demokratie eingerissen und das ist ganz sicher nur die Spitze des Eisberges.

Dazu einige Zitate aus einem Artikel bei Heise:

NSA-Skandal: Facebook unterwandert Flashmob-Verabredungen
Facebook und die NSA haben ein Verfahren zur Manipulation von Direktnachrichten entwickelt. Damit sollen Flashmobs und spontane Demonstrationen unterbunden werden. Betroffen sind inzwischen auch andere Messenger.

Facebook manipuliert im Auftrag der US-Regierung regierungskritische Veranstaltungs-Infos und Direktnachrichten zwischen teilnehmenden Nutzern, um Demonstrationen zu verhindern.
[…]
Ein Dokument vom Dezember 2012 zieht eine erste, sehr zufriedene Bilanz. Im Jahr nach der Protestbewegung Occupy Wall Street konnten demnach bereits mehrere regierungs- und kapitalismus-kritische Proteste verhindert werden.
[…]
Die Entwicklung läuft aber weiter als NSA-Kooperation mit einem kleinen Team bei Facebook.
[…]
Viel effektiver ist ein Algorithmus mit einem subtileren und ungleich perfideren Ansatz: die gezielte Verfälschung von Zeit- und Ortsangaben. Das geschieht sowohl in Facebook-“Veranstaltungen” selbst, als auch in Direktnachrichten, in denen potenzielle Teilnehmer sich über die Veranstaltung austauschen und verabreden. Die Kommunizierenden bekommen also von den Apps oder Webseiten jeweils abweichende Daten angezeigt und erscheinen danach zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Orten zur vermeintlichen Demo.

Der Artikel lohnt sich im Ganzen [Link unter diesem Artikel], dort wird auch gezeigt, wie man Aktivisten mit diesen Techniken demotiviert. Regierungs- und Kapitalismuskritik sind hier die Zauberworte. Das hat so rein gar nichts mit Terror zu tun und dort wird aktiv das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit untergraben.

Diese Informationen müssten und sollten alles verändern, ob die Menschen jedoch noch in der Lage sind, für die eigenen Grundrechte einzutreten, wird sich im Laufe der kommenden Jahre zeigen. In den USA wird im Augenblick eine besondere Militärübung vorbereitet, zu der ich noch einen eigenen Artikel machen werde. Dort wird mit den Bürgern als Feind geprobt.

Bei Heise wird zwar darauf hingewiesen, wie man – zumindest noch – diesem Algorithmus entgehen kann, aber ich halte das für den falschen Ansatz. Man sollte nicht versuchen die Geheimdienste auszutricksen, sondern seine verbrieften Rechte in aller Deutlichkeit einfordern. Die Geheimdienste sind außer Kontrolle und hier muss man einhaken.

Carpe diem

HEISE NEWSTICKER  NSA-Skandal: Facebook unterwandert Flashmob-Verabredungen

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