Geheimer Regierungsbericht: Russland nutzt Wikileaks für Desinformations- und Pressekampagnen

Von 23. September 2016 Aktualisiert: 23. September 2016 17:45
Ein geheimes Regierungspapier besage, dass Russland die Whistleblower-Plattform WikiLeaks "unterwandert" habe, berichtet der "Focus". Es habe sich sogar herausgestellt, dass nicht die NSA, sondern die Russen Bundeskanzlerin Angela Merkel belauschen.

Russland soll WikiLeaks gezielt für Desinformations- und Pressekampagnen in westlichen Ländern verwenden. Seit Jahren werde die Enthüllungsplattform von russischen „Agententruppen unterwandert“, berichte „Focus-Online“ unter Berufung auf ein geheimes Berliner Regierungsdossier.

Demnach habe „Focus“ den „streng vertraulichen Regierungsbericht“ einsehen können, der die Vorwürfe gegenüber Russland belege.

Nicht die NSA, sondern Russland hört Merkel ab

Der russische Geheimdienst und Russlands Präsident Wladimir Putin seien „detailliert über bevorstehende Veröffentlichungen, die westliche Regierungen unter Druck setzten, informiert“. Durch WikiLeaks würde Deutschland „zum Ziel operativer Angriffe durch russische Nachrichtendienste“, schreibt das Magazin.

Dem Kreml sei es mit Hilfe der Whistleblower-Organisation sogar gelungen, Kanzlerin Angela Merkel und den US-Geheimdienst NSA vorzuführen.

Dazu schreibt der „Focus“:

Am 11. Oktober 2011 habe Merkel während einer Vietnam-Reise mit ihrem Büro in Berlin telefoniert. In diesem Gespräch habe sie berichtet, dass sie nicht wisse, wie sie sich in der griechischen Finanzkrise verhalten solle. Eine Zusammenfassung dieses Telefonats, dem Dokument zufolge offensichtlich von der NSA belauscht, tauchte laut FOCUS 2015 über WikiLeaks in deutschen Zeitungen auf.“

Nun habe sich herausgestellt, dass das Gespräch nicht von der NSA, sondern von den Russen abgehört und dann als US-Version an WikiLeaks geschickt worden wäre. Laut „Focus“ wurde dies von deutschen, britischen und französischen Diensten analysiert und bestätigt.

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