Gewissen gegen Gehirnwäsche: 15-Jähriger im Interview – Vom IS mit Selbstmord-Anschlag beauftragt und gefasst

Von 20. Dezember 2016 Aktualisiert: 20. Dezember 2016 13:45
Im August berichtete ein kurdischer TV-Sender aus Kirkuk/Irak: Ein 15-jähriger Junge wurde von Polizisten mit einem Sprengstoffgürtel aufgegriffen. Er sollte sich in einem Fußballstadion in die Luft sprengen.

Jetzt sprach der 15-Jährige mit „Sky News“ im INTERVIEW über die Gehirnwäsche des IS, seinen Auftrag und warum er es letztendlich doch nicht tat.

Der Name des Jungen ist Mahmoud Ahmed.

„Wir waren 60 Kinder und Jugendliche, die nach 2002 geboren wurden“, so der 15-Jährige. Sie mussten sich religiöse Propaganda anhören, wurden vom IS an Waffen unterrichtet, erhielten Kampfkenntnisse. Vier IS-Männer sprachen ständig vom Paradies.

Auch Mahmoud sollte in dieses Paradies des IS fahren – mit einer großen Explosion in einem Fußballstadion. Jedoch konnte der Junge den Plan nicht umsetzen, sein Gewissen plagte ihn …

Als ich das Ziel erreichte, erkannte ich es. Ich wusste, dass es falsch war, als ich die ganzen jungen Kinder dort sah.“

(Mahmoud Ahmed, 15, vom IS zum Selbstmord-Attentat auserwählt)

Der Junge ging zurück, zu seinem Anführer, der ihn sofort wieder zurückschicken wollte. Der 15-Jährige wollte nicht, sagte nein. Doch der IS-Mann sagte nur, dass es ein Befehl von Abu Islam (ein IS-Kommandeur) sei. Mahmoud irrte in Richtung des Stadions zurück, wo er Polizisten auffiel, die ihn festnahmen.

Wie es mit dem Jungen weitergeht, ist unklar. Vermutlich wartet eine langjährige Haftstrafe auf ihn, berichtet der „Focus“.

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