Grenzschutz: Türkei baut Selbstschussanlagen an syrischer Grenze

Epoch Times4. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:45
In Sommer 2015 begann die Türkei damit Mauern und Stacheldrahtzäune an der türkisch-syrischen Grenze aufzubauen. Die Grenzschutzmaßnahmen sollen nun offenbar mit Selbstschussanlagen erweitert werden.

Die Türkei will offenbar die Sicherheit im Grenzgebiet zu Syrien erhöhen und Selbstschussanlagen an der türkisch-syrischen Grenze errichten, berichtet "Focus-Online". Schon im Sommer vergangenen Jahres hatte die türkische Regierung entlang der Grenze Stacheldrahtzäune hochgezogen und drei Meter hohe Betonmauern errichtet.

Das mindestens sieben Kilometer lange Sperrwerk wurde im Bezirk Reyhanli in der Provinz Hatay aufgestellt, berichtete n-tv unter Berufung türkischer Medien. Darüber hinaus wurden Gräben direkt hinter der Mauer ausgehoben, die gegenüber der syrischen Stadt Atmeh gebaut wurde. Die Grenzanlage soll die Türkei vor dem Eindringen von Islamisten aus Syrien schützen, hieß es.

Bis Mitte des Jahres 2015 wurden zwischen der türkischen und der syrischen Grenze insgesamt mehr als 360 Kilometer Gräben ausgehoben. Darüber hinaus wurden in 70 Kilometern Länge auch Erdwälle aufgeschüttet, um das Eindringen von Syrern zu unterbinden. Zusätzlich seien, so der Bericht, 145 Kilometer Stacheldraht erneuert worden.

Der Türkei wird auch vorgeworfen auf die Kriegsflüchtlinge im Grenzbereich zwischen Syrien und der Türkei zu schießen. Auch Frauen und Kinder würden nicht verschont. Verschiedene Medien berichteten bereits über Todesopfer.

"16 Migranten, einschließlich drei Kinder, wurden in den letzten vier Monaten von Grenzsoldaten erschossen, als sie versuchten, die Grenze zur Türkei zu überqueren", schrieb die britische Zeitung The Times im März. 

Aktuell befinden sich in der Türkei rund drei Millionen überwiegend syrische Flüchtlinge. (so) 

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