Grober Undank für „Philanthropie“? Verdächtiges Paket im Haus von George Soros gefunden

Von 23. Oktober 2018 Aktualisiert: 23. Oktober 2018 16:26
Böse Überraschung für George Soros: Offenbar wurde ein Sprengkörper im Haus des bekannten Milliardärs in Westchester (NY) gefunden.

Böse Überraschung für George Soros. Wie das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf lokale Polizeibehörden berichtete, wurde ein Sprengkörper im Haus des bekannten Milliardärs und „Philanthropen“ in Westchester (NY) gefunden. Zuvor war bei der Polizei ein Anruf eingegangen, in dem von einem verdächtigen Päckchen die Rede war.

Einer Presseerklärung der Polizei von Bedford zufolge hatte ein Angestellter des Investors das Paket in dessen Haus gefunden und bemerkt, dass sich etwas darin befand, was eine explosive Vorrichtung zu sein schien. Der Angestellte habe das Paket daraufhin in einen bewaldeten Teil des Grundstücks gebracht und die Polizei verständigt.

Die Dienststelle selbst teilte „Fox News“ mit, ein verdächtiges Paket sei in einem Briefkasten gefunden worden. Die Polizei verwies den Sender an das New Yorker FBI-Büro. Dieses jedoch konnte den Bericht nicht bestätigt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Milliardär laut „New York Times“ nicht im Haus.

Das Bombenkommando entschärfte die Vorrichtung und die Behörden konnten daraufhin Entwarnung geben. Die Gemeinsame Antiterror-Task Force des FBI hat die Ermittlungen an sich gezogen.

Wohltätigkeit nicht überall gleichermaßen begrüßt

Der 88-Jährige hat zuletzt mindestens 18 Millionen US-Dollar an seine Stiftung, die Open Society Foundation, gespendet. Diese hat es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, in aller Welt Demokratien zu fördern. Die „philanthropische“ Tätigkeit des Investors reicht bereits auf das Jahr 1979 zurück.

Seine Wohltätigkeit stieß indessen nicht überall in der Welt auf ungeteilte Zustimmung. Dies liegt nicht zuletzt an der prononciert liberalen Ausrichtung seiner Bemühungen und der Organisationen, die er in aller Welt unterstützt. Länder wie Ungarn oder Israel hatten dem Milliardär vorgeworfen, ihre gewählten Regierungen mithilfe von umstrittenen Nichtregierungsorganisationen unterminieren zu wollen.

So wird jenen linksgerichteten Organisationen, die Soros in Israel unterstützt, etwa „Breaking the Silence“ oder B’Tselem, vorgeworfen, bewusst Unwahrheiten und feindliche Propaganda über das dortige Militär und die Sicherheitskräfte zu verbreiten. Auf diese Weise würden sie zur Dämonisierung des Landes und zur Rechtfertigung von Terroranschlägen beitragen.

Auch in Ländern wie Rumänien, Mazedonien, Serbien oder der Slowakei stieß Soros mit seinen Bemühungen auf Widerstände. Die Türkei und Russland werfen ihm vor, in regierungsfeindliche Unruhen in ihren Ländern und in den Umsturz 2014 in der Ukraine involviert gewesen zu sein. Einige Länder haben seinen Organisationen jedwede Tätigkeit auf ihrem Territorium untersagt. In Ungarn sah der Investor sich auf Grund des großen Drucks aus Politik und Öffentlichkeit gezwungen, die Einrichtungen seiner Stiftung zu schließen und ins sichere Berlin zu verlegen. Die Europäische Union will deshalb gegen Ungarn vorgehen.

Kavanaugh-Proteste als jüngstes Spielfeld

In den USA selbst sind die Auseinandersetzungen um die selbstgewählte Mission des Milliardärs ebenfalls eskaliert, vor allem seit der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten des Landes. Im Zuge des Wahlkampfs für die bevorstehenden Zwischenwahlen hat Soros mindestens 15 Millionen US-Dollar investiert, um den Demokraten die Rückeroberung der Kongressmehrheit zu ermöglichen.

Im Oktober tauchten Berichte auf über eine mögliche Verbindung des Milliardärs zu einer Gruppe namens Center for Popular Democracy (CPD) auf. Diese wurde durch Akte zivilen Ungehorsams während der Anhörungen für den Supreme-Court-Kandidaten Brett Kavanaugh und durch Belästigungen republikanischer Abgeordneter bekannt.

In den Jahren 2016 und 2017 soll Soros über die Open Society Foundation dem CPD insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt haben. Im gleichen Zeitraum, so berichtet Fox News, soll er auch dessen Schwesterorganisation Center for Popular Democracy Action 1,2 Millionen US-Dollar überlassen haben.

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