Das russische Verteidigungsministerium legte in einer Pressekonferenz erste Beweise für die direkte Verwicklung von Erdogan in den Ölschmuggel mit dem IS und der Unterstützung des IS vor.Foto: VASILY MAXIMOV/AFP/Getty Images

Hier sind die Beweise: Erdogan persönlich macht Ölgeschäfte mit dem IS

Epoch Times3. Dezember 2015 Aktualisiert: 3. Dezember 2015 20:46
Russland hat im Konflikt mit der Türkei Erdogan persönliche Verwicklungen in den Ölhandel mit der Terrormiliz IS vorgeworfen und Beweise vorgelegt. „Allein in der vergangenen Woche wurden vom Territorium der Türkei rund 2000 Mann, mehr als 120 Tonnen Munition und knapp 250 Fahrzeuge für den IS und Al-Nusra nach Syrien geschmuggelt.“

„Hauptabnehmer des vom Islamischen Staat in Syrien und im Irak gestohlenen Erdöls ist die Türkei“, sagte Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow in Moskau. „Nach vorliegenden Angaben sind die politische Führung des Landes, Präsident Erdogan und seine Familie, auch verwickelt.“

RT schreibt: “Heute präsentieren wir zunächst nur eine Auswahl an Fakten, die belegen, dass ein ganzes Team an Banditen und türkischen Eliten, das Öl der Nachbarstaaten klauen und in der gesamten Region agieren. Öl in großen Quantitäten wird via ‘lebendige Öl-Pipelines‘, die aus tausenden Öl-Transportern bestehen, in die Türkei geschmuggelt." Sagte Anatoly Antonow, stellvertretender russischer Verteidigungsminister, im Rahmen einer extra einberufenen Pressekonferenz.

Bisher konnte Russland drei zentrale Öl-Schmuggelrouten identifizieren. Nach seinen Worten ist die Türkei der Hauptkäufer des geschmuggelten Öls. An der Grenze würden Tanklaster unkontrolliert von türkischen Behörden in das Land gelassen, sagte Rudskoy, Russlands Vize-Generalstabschef.

“Laut den uns vorliegenden Daten ist die politische Führung des Landes – Präsident Erdogan und seine Familie – involviert in diese kriminellen Aktivitäten."

Seit Beginn der russischen Aktionen in Syrien reduzierten sich die Öl-Schmuggel-Aktivitäten signifikant. 

Der Chef des Nationalen Verteidigungszentrums Russlands, Sergej Misinzew, sagte: „Allein in der vergangenen Woche wurden vom Territorium der Türkei rund 2000 Mann, mehr als 120 Tonnen Munition und knapp 250 Fahrzeuge für den IS und Al-Nusra nach Syrien geschmuggelt.“

Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierte das russische Verteidigungsministerium Foto- und Videobeweise und Karten, die detailliert die Öl-Schmuggelrouten nachzeichnen. Mehr Beweise und Datenmaterial soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden, gab das Verteidigungsministerium bekannt.

Hier finden Sie das Video der Pressekonferenz des russischen Verteidigungsministeriums.

Erdogan ging bei einem Besuch in Doha nicht auf die Vorwürfe gegen seine Person und seine Familie ein. Er kündigte aber erneut seinen Rücktritt an, sollte Moskau beweisen, dass die Türkei IS-Öl beziehe. Niemand habe das Recht, solche Anschuldigungen zu erheben, sagte Erdogan. „Diejenigen, die solche Verleumdungen betreiben, müssen sie beweisen. Sobald sie sie beweisen, werden ich nicht einmal eine Minute länger auf diesem Präsidentensitz bleiben.“ Sollte es keine Beweise geben, „sollten diejenigen, die diese Verleumdungen betreiben, zurücktreten“.

Zu Moskaus Sanktionen nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei im syrischen Grenzgebiet sagte Erdogan: „Mit Bedauern sehen wir Russlands unverhältnismäßige Reaktionen in einer Angelegenheit, in der die ganze Welt akzeptiert hat, dass wir im Recht sind. Wenn diese Reaktionen andauern, dann werden wir natürlich gezwungen sein, unsere eigenen Maßnahmen zu ergreifen.“ Zugleich sprach sich Erdogan für eine Deeskalation der Krise aus.

Antonow sagte: „Uns ist der Wert von Erdogans Worten bekannt. Einmal haben ihn türkische Journalisten schon beim Lügen ertappt, als türkische Waffenlieferungen unter dem Deckmantel von humanitärer Hilfe aufgedeckt wurden. Diese Journalisten kamen dafür hinter Gitter. Die Chefs werden nicht zurücktreten, auch Herr Erdogan nicht, und niemand wird etwas zugeben, auch wenn Flecken des gestohlenen Öls auf ihren Gesichtern zu sehen sein würden.“

Die Außenminister Russlands und der Türkei reden am Rande des OSZE-Treffen miteinander

Der russische Außenminister Sergej Lawrow kündigte am Mittwoch ein Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu an. „Wir werden uns anhören, was er zu sagen hat“, sagte Lawrow bei einem Besuch in Zypern.

Das Gespräch soll demnach am Rande eines Treffens der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am Donnerstag und Freitag in der serbischen Hauptstadt Belgrad stattfinden. Er entspreche damit einer Bitte Ankaras, sagte Lawrow.

Das versprach Erdogan US-Außenminister Kerry: vollständige Schließung der Grenze zwischen Türkei und Syrien

Im Kampf gegen den IS ist die Türkei nach Angaben von US-Außenminister John Kerry zu einer vollständigen Abriegelung der Grenze nach Syrien bereit. „Es gibt einen 98-Kilometer-Abschnitt der Grenze, der noch geschlossen werden muss“, sagte Kerry in Brüssel. Erdogan habe zugesagt, diesen Sektor abzuriegeln. Der betroffene Grenzabschnitt wird auf der syrischen Seite vom IS kontrolliert.

„Es ist genauso im Interesse der Türkei, die Bewegung von illegal transportiertem Öl oder den Übergang ausländischer Kämpfer in die eine oder die andere Richtung abzuriegeln“, sagte Kerry. „Ich bin zuversichtlich, dass die Türkei versteht, wie wichtig das sein wird.“ (dpa/ks)



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