Foto: Daniel Naupold/dpa

Hochrangiger Nato-Experte für „Terrorfinanzierung“ erschossen aufgefunden

Von 27. Dezember 2016 Aktualisiert: 28. Dezember 2016 5:33
Ein hochrangiger Nato-Finanzprüfer wurde Mitte Dezember erschossen aufgefunden, so belgische Medien. Unklar ist, unter welchen Umständen der Beamte starb. Einen zunächst von Ermittlern deklarierten Selbstmord zweifeln Familienangehörige an. Der Tod ereignete sich nur wenige Tage vor dem Mord zweier russischer Diplomaten.

Der Tod eines hochrangigen Nato-Rechnungsprüfers wird von der belgischen Presse am Mittwochmorgen gemeldet. Der Nato-Beamte Yves Chandelon sei am am 15. Dezember im belgischen Andenne mit einer Kugel im Kopf aufgefunden, berichtet „Sudinfo.be“ und „Luxemburger Wort“ laut den „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“. Andenne liegt auf etwa halbem Weg zwischen Luxemburg und Lens dem Wohnort des Opfers in Nordfrankreich.

Die Umstände seines Todes sind seltsam. Offiziellen Angaben zufolge beging er Selbstmord.

Laut dem türkischen Medium Daily Sabah sei der Beamte mit einer Pistole in seiner rechten Hand aufgefunden worden, war aber Linkshänder. Er habe drei Waffen legal besessen.

Der tödliche Schuss stammt „Sudinfo.be“ zufolge aus einer vierten Waffe, die angeblich im Handschuhfach seines Autos lag.

Familie bezweifelt Selbstmordtheorie

Mitglieder der Familie des Opfers bezweifeln, dass es sich um Selbstmord handelt, so die Ermittler.

Chandelon arbeitete für die NATO-Beschaffungsbehörde NSPA und befasste sich mit dem Themenbereich Terrorfinanzierung.

Konkret habe Chandelon “Dossiers geprüft, die in Verbindung mit Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorismus stehen”, wie das „Luxemburger Wort“ berichtet. Die Ermittler prüfen nun, ob der Mann Drohungen ausgesetzt war, die im Zusammenhang mit seinem Beruf standen.

Seltsame Anrufe vor dem Tod

Kurz vor seinem Tod soll der Beamte seltsame Anrufe bekommen haben, heißt es auf „Sudinfo.be“.

Chandelon starb drei Tage, bevor zwei russische Diplomaten am 19. Dezember in Ankara und Moskau getötet wurden. Dabei handelte es sich um den russischen Botschafter Andrej Karlow in Ankara, und den russischen Südamerika-Diplomaten Petr Polshikov.

Außer der zeitlichen Nähe der Ereignisse gibt es noch keine Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Todesfällen.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion