Hofft Griechenland auf eine Finanzspritze aus China?

Epoch Times19. April 2015 Aktualisiert: 19. April 2015 0:50

Die Griechenlandkrise spitzt sich immer weiter zu. Mit einer drohenden Staatspleite vor Augen, zieht der griechische Premierminister Alexis Tsipras anscheinend alle Register und sucht neue Geldquellen in China und Russland. 

Griechischen Medien zufolge, handelt es sich um 15 Milliarden Euro, die sich der marode Staat von China und Russland als Vorauszahlung für verschiedene Großprojekte erhofft. 

China soll, nach einem Bericht der griechischen Zeitung "Karfi" zufolge, zehn Milliarden Euro im Voraus zahlen, um künftig in den Hafen von Piräus einlaufen zu können. Darüber hinaus will China auch in die griechische Eisenbahn investieren.  

Russland soll demnach bis zu fünf Milliarden Euro an Griechenland überweisen. Dieser Betrag würde als eine Art Vorschuss für künftige Transitgebühren für die geplante Erdgas-Pipeline Turkish Stream dienen, berichtet die "Zeit". Hunderte Millionen Euro Transitgebühren würden durch das Erdgas-Pipeline-Projekt in die griechischen Staatskassen fließen, verspricht der russische Präsident Vladimier Putin dem Premier.

"Der Deal könne für Griechenland das Blatt wenden," sagte ein hochrangiger Beamter der Regierungspartei Syriza, der direkt mit dem Vorgang vertraut ist, dem "Spiegel Online".

Laut einem Vertreter aus griechischen Verhandlungskreisen soll das Abkommen bereits am kommenden Dienstag unterzeichnet werden. "Die Regierung hofft, über den Kreml dringend benötigte Finanzmittel zu bekommen. Dadurch will sie die Verhandlungen mit den Euro-Partnern bis Juni aufschieben", schreibt die griechische Finanzwochenzeitung "Agora".

Bei der Frühjahrstagung des Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington sagte der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), dass er eine Zusammenarbeit zwischen Griechenland, Russland und China begrüßen würde. "Ich freue mich für Griechenland, wenn’s so ist. Hoffentlich ist es so", so Schäuble, berichtet die "Zeit". 

Schäuble fügte jedoch hinzu, dass dieser Geldbetrag Griechenland höchstwahrscheinlich nicht aus der Krise führen könne. (so)  

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN