Hunderte gerettete Kunstschätze in Damaskus ausgestellt

Epoch Times4. Oktober 2018 Aktualisiert: 4. Oktober 2018 11:21
Die syrische Antikenbehörde hat in Damaskus hunderte Kunstschätze ausgestellt, die von der Armee während der Kämpfe vor der Zerstörung gerettet wurden. Darunter waren auch zwei Büsten aus Palmyra, die von der IS-Miliz beschädigt worden waren.

Die syrische Antikenbehörde stellt seit Mittwoch in Damaskus hunderte Kunstschätze aus, die von der Armee während der Kämpfe vor der Zerstörung gerettet wurden.

Unter den in einem Kulturzentrum der syrischen Hauptstadt präsentierten 500 Antiquitäten sind Bronzefiguren, Goldstücke und Amphoren. Auch zwei antike Büsten aus der Wüstenstadt Palmyra werden gezeigt, die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) beschädigt worden waren.

Der Direktor der Antikenbehörde, Mahmud Hamud, sagte, die ausgestellten Objekte seien von der syrischen Armee und ihren Verbündeten bei der Rückeroberung von Museen und Ausgrabungsstätten von den Terroristen und Dschihadisten gerettet worden. Insgesamt seien in den verschiedenen Regionen Syriens 9000 Objekte sichergestellt worden, darunter aus Palmyra, Daraa im Süden oder Deir Essor im Osten.

Während des Krieges sind dutzende historische Stätten in Syrien von den verschiedenen Konfliktparteien zerstört, geplündert oder beschädigt worden. Insbesondere die IS-Miliz hat gezielt vorislamische Kunstschätze zerstört oder ins Ausland verkauft. Doch auch den Regierungstruppen wird vorgeworfen, keine Rücksicht auf das Kulturerbe genommen zu haben. Zudem haben Raubgräber das Chaos genutzt, um Ausgrabungsstätten zu plündern. (afp)

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