Hurrikan Harvey: Prominenter Prediger öffnet Mega-Kirche für Flutopfer – erst nach Internet-Wirbel

Epoch Times31. August 2017 Aktualisiert: 31. August 2017 19:17
Weil er nicht spontan Hurrikan-Opfern half, hat der prominente US-Prediger Joel Osteen einen Sturm der Entrüstung entfacht: Seine Mega-Kirche sei wegen Flutschäden nicht zugänglich, sagte er zunächst. Schließlich nahm er doch Flut-Opfer auf.

Während viele Texaner durch Hurrikan Harvey obdachlos und in Not sind, löste der prominente Prediger Joel Osteen einen Sturm der Entrüstung aus, nachdem er auf Facebook behauptet hatte, seine Mega-Kirche sei wegen Flutschäden nicht zugänglich, berichtete die „Daily Mail“.

Am Montag zeigten Videos von Texanern die Lakewood Church mit ihren 16.000 Sitzplätzen in Houston, Texas, bei der nicht nur der luxeriöse Plüschteppich im Eingangsbereich trocken und sauber war. Später erschienen im Internet Bilder der Kirche in Wassermassen, unklar ist, von wann die Bilder stammten.

„Weißt Du was auf der Autobahn passiert? Menschen sterben.“

Osteen wurde mehrfach aufgefordert die Kirchen für die Flutopfer zu öffnen. Ein Twitter-Nutzer richtete sich an ihn „Komm schon, wieso tust Du es nicht einfach? Denn weißt Du was auf der Autobahn passiert? Menschen sterben.“

Eine Nutzerin twitterte, die Houstoner Moscheen hätten den Flutopfern ihre Türen geöffnet und seien deshalb christlicher als der Prediger, ein andere schrieb, „Du bist wie Noah. Falls der zu den Tieren gesagt hat, “Hoffe, ihr könnt schwimmen.”

Und ein anderer Nutzer schrieb, „Vergesst niemals, dass es ein öffentliches Beschämen benötigte, um einen Mann der Christlichkeit predigt, dazu zu bringen sich wie ein Christ zu verhalten.“

Ein anderer Kommentar meinte, „Ironisch, das Joel Osteens religiöses Imperium wegen einer Flut biblischen Ausmaßes zerbröckelt.“ Internetnutzer erstellten zahllose Memes in denen Osteen verspottet wurde, auch sein Wikipedia-Eintrag wurde geändert.

Unklarer Spendenfluss

Osteens hatte auch dazu aufgerufen, der Kirche zu spenden. Kritiker betonten daraufhin, dass es kein gesondertes Spendenkonto für Flutopferhilfe gäbe, sondern man direkt an die Kirche spende und es unklar sei, wo die Gelder blieben.

Erst nach dem Shitstorm öffnete Osteen die Pforten seiner Kirche, die augenscheinlich trocken und unbeschädigt war, für die Busladungen von Flutopfern. Er begrüßte die Überlebenden nicht persönlich, aber die Halle war mit zahllosen Luxus-Luftmatratzen vorbereitet, was positiv erwähnt wurde.

Antwort des Predigers: Sicherheits- und Organisationsfragen

Osteen konterte am 30.08.17 auf Foxnews, die Tore der Kirche seien niemals verschlossen gewesen, außerdem seien die Wassermassen kurz davor gewesen, den Hochwasserschutz zu überfluten, was ein Sicherheitsproblem dargestellt hätte. Von Foxnews gefragt, was er seinen Kritikern sagen möchte, sagte er, das Leben sei zu kurz um sich mit Negativität zu beschäftigen und diese an sich ranzulassen.

Er halte die Social Media für mächtig und manches sei sicher nur von Menschen die etwas gegen Gläubige hätten. Und ergänzt, dass man viele Helfer brauche und es Sicherheitsprobleme gäbe, andere Hintergründe die die Kritiker nicht überschauen könnten. Viele seiner Mitarbeiter seien persönlich von dem Unglück betroffen, auch seien Ältere an erster Stelle zu retten. Seine Kirche sei auch Zentrum für das Einsammeln von Hilfsgütern und würde diese an Notunterkünfte der Umgebung weitergeben.

Osteen gehört zu den 8 reichsten Predigern der Vereinigten Staaten, er und seine Frau sind erfolgreiche Buchautoren und christliche Motivationstrainer, er sagt, er betone in seinen Predigten weniger die Sünde und konzentriere sich darauf, mit Betonung auf einer positiven Einstellung biblische Prinzipien simpel zu erklären. (aw)

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