Indien tötet „große Zahl“ Islamisten bei Luftangriffen in Pakistan

Epoch Times26. Februar 2019 Aktualisiert: 26. Februar 2019 9:15

Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan ist am Dienstag weiter eskaliert: Das indische Militär flog nach Regierungsangaben Luftangriffe auf Ziele in Pakistan  und tötete dabei eine „sehr große Anzahl“ islamistischer Kämpfer. Der Angriff auf das Lager der Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed (JEM) sei wegen „drohender“ Selbstmordanschläge in Indien erfolgt, sagte ein hochrangiger Vertreter des Außenministeriums. Pakistan kündigte eine baldige Antwort seiner Streitkräfte an.

Indien teilte mit, dass bei dem Angriff „Terroristen, Ausbilder, hochrangige Befehlshaber“ und potenzielle Selbstmordattentäter „eliminiert“ worden seien. Die Anspannung in der Region ist groß, seit bei einem Selbstmordattentat am 14. Februar 41 indische Sicherheitskräfte getötet wurden. Die Islamistengruppe JEM beanspruchte die Tat für sich.

Es habe „glaubwürdige Informationen“ über geplante Selbstmordattentate in mehreren Landesteilen gegeben, sagte der Vertreter des Außenministeriums. Ein Präventivangriff sei „absolut notwendig“ gewesen. Indiens Landwirtschaftsminister Gajendra Singh Shekhawat schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, ein „Terrorcamp“ jenseits der Demarkationslinie in der Kaschmir-Region sei „vollständig zerstört“ worden.

Pakistan hatte zuvor eine Verletzung der „Line of Control“ gemeldet. Indische Kriegsflugzeuge seien in pakistanischen Luftraum eingedrungen, twitterte ein Armeesprecher. Es habe aber keine Schäden oder Todesopfer gegeben. Er kündete eine „baldige und wirksame Antwort“ der pakistanischen Luftwaffe an.

Zunächst war unklar, wo genau die indischen Luftangriffe erfolgten. Indiens Außenministerium nannte Balakot als Angriffsziel – eine Stadt außerhalb des teilautonomen pakistanischen Gebiets in der Region Kaschmir. Von pakistanischer Seite hieß es, die Attacke sei innerhalb dieser Zone erfolgt.

Seit einem Krieg 1947 ist die Region zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan geteilt, wird aber bis heute von beiden Staaten zur Gänze beansprucht. Seit 1989 kämpfen mehrere muslimische Rebellengruppen teils für die Unabhängigkeit Kaschmirs, teils für den Anschluss der Region an Pakistan. (afp)

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