Investigativer Journalist – eingeschleust beim IS: „Der IS hat nichts mit dem Islam zu tun“

Epoch Times2. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:21
Ein Undercover Journalist lebte drei Monate lang bei einer Terror-Zelle des IS in Frankreich. Für seinen Dokumentarfilm "Allahs Soldaten" filmt er mit versteckter Kamera das Leben der jungen IS-Kämpfer. Was er bei den Dschihadisten nicht finden konnte, waren Anzeichen des Islam.

Ein französischer Journalist schleuste sich in eine Terror-Zelle des Islamischen Staates (IS, Daesh) in Frankreich ein. Während seines dreimonatigen Aufenthaltes drehte er mit versteckter Kamera Videomaterial für einen Dokumentarfilm. Die Doku werde von einem geplanten Terroranschlag in Frankreich handeln. Dies berichtet "Sputniknews" unter Berufung auf die französische Nachrichtenagentur AFP.

Demnach recherchierte der investigative Journalist unter dem Decknamen Said Ramzi für seinen Dokumentarfilm "Allahs Soldaten". Der Film soll zeigen was für Menschen diese jungen IS-Anhänger sind. Laut "Sputnik" wird der Film am Montag in Frankreich ausgestrahlt werden. "Ich wollte begreifen, was in ihren Köpfen vor sich geht", sagte der Journalist zur AFP.

Bei seinen Dreharbeiten habe der Journalist bemerkt, dass bei diesen Menschen überhaupt keine Anzeichen des Islam zu sehen gewesen wären. Die sogenannten Islamisten hätten sich in keinster Weise von den Prinzipien des Islam leiten lassen, so der Reporter. "Das waren schlichtweg verlorene, verwirrte junge Leute mit einer selbstmörderischen Neigung, die sich leicht manipulieren ließen".

Nach eigenen Angaben war es für den Journalisten einfach, Kontakt mit den Extremisten aufzunehmen. Er habe die Dschihadisten im Internet kontaktiert. Danach befand er sich drei Monate lang in dem IS-Lager. Es sollte sich bei einem Angriff auf einen Nachtklub beteiligen, doch der Plan konnte nicht umgesetzt, weil die Gruppe schon vor dem Anschlag dingfest gemacht wurde. (so) 

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