Iran macht Ernst: Mehrere mutmaßliche IS-Mitglieder im Iran getötet

Epoch Times12. Juni 2017 Aktualisiert: 12. Juni 2017 17:56
Nach den Anschlägen in Teheran machen die iranischen Sicherheitsdienste Ernst: Sie gehen mit voller Härte gegen IS-Mitglieder und IS-Zellen vor.

Nach den Anschlägen in Teheran gehen die iranischen Sicherheitsdienste verstärkt gegen mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) vor.

Die Polizei habe am Sonntagabend vier mutmaßliche IS-Mitglieder in der südlichen Provinz Hormusgan getötet, darunter zwei Ausländer, meldete die Nachrichtenagentur Isna am Montag unter Berufung auf Polizeichef Asisollah Maleki. Eine IS-Fahne und Waffen seien gefunden worden.

Drahtzieher der Anschläge aufgespürt und getötet

Am Samstagabend hatte bereits Geheimdienstminister Mahmud Alawi mitgeteilt, der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom vergangenen Mittwoch sei außerhalb des Landes aufgespürt und getötet worden. Weitere Angaben machte er nicht.

Laut Alawi wurden bisher 41 Verdächtige festgenommen. Die meisten Festnahmen erfolgten in den Provinzen an der Grenze zum Irak, aber auch in Teheran und im Süden des Landes.

IS-Zellen im Iran aufgespürt und zerschlagen

Alawi sagte, zuletzt seien vermehrt IS-Zellen aufgespürt worden. Demnach zerschlug die Polizei allein seit Beginn des persischen Jahres am 21. März 25 dschihadistische Zellen. In den zwölf Monaten zuvor seien es 45 gewesen.

Der Iran war bis vergangene Woche von Anschlägen der IS-Miliz verschont geblieben, obwohl der mehrheitlich schiitische Staat ein bevorzugtes Ziel der sunnitischen Extremistengruppe ist.

Anschläge auf Parlament und Mausoleum von Ayatollah Khomeini

Bei den Anschlägen auf das Parlament und das Mausoleum von Ayatollah Khomeini in Teheran waren am vergangenen Mittwoch 17 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden.

Noch während der Angriffe auf die symbolträchtigen Stätten bekannte sich die IS-Miliz zu der Tat. Laut der Regierung wurden die Angriffe von fünf iranischen IS-Mitgliedern ausgeführt, die zuvor im Irak und Syrien gekämpft hatten. (afp)

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