IS-Krieger: Woher beziehen die Dschihadisten im Irak und Syrien ihr Geld?

Epoch Times29. Juli 2014 Aktualisiert: 29. Juli 2014 15:00

Die ISS-Kämpfer – seit kurzem nur noch IS (Islamischer Staat) genannt – im Irak und Syrien, besitzen die neuesten Waffen und modernstes technisches Equipment. 

Vergangenes Wochenende vertrieben die "Gotteskrieger" 25.000 Christen aus Mossul. "Es ist eine Schande", sagte der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III, berichtet der tagesspiegel.de. 

Der Patriarch kritisiert den Westen und die Golfstaaten die sunnitischen-Extremisten zu finanzieren: "Woher beziehen diese Terroristen ihre Waffen? Von den fundamentalistischen Staaten am Golf und stillschweigend gebilligt von den westlichen Staatslenkern, weil sie deren Öl brauchen", so Joseph III.

Regime in Syrien und dem Irak sind ein Störfaktor

Baschar al Assad in Syrien und Nuri al Maliki im Irak sind für den Westen und den Vereinigten Arabischen Emiraten schon lange ein Störfaktor. Deshalb wird der Umstand, dass reiche Privatleute, salafistische Stiftungen und Moscheevereine die IS-Krieger unterstützten, toleriert.

Nach Schätzungen von Geheimdiensten beteiligen sich rund 3000 bis 4000 Saudis in Syrien bei den IS-Kämpfern. 2400 Petrodollar kostet die "Patenschaft" mit einem IS-Kämpfer, so der Tagespiegel. Die Herrscher in den Golfgebieten treiben jedoch ein gefährliches Spiel. Einerseits unterstützen sie die Extremisten im Kampf gegen die Schiiten andererseits bekämpften sie die Krieger im Inneren des Landes durch Polizeigewalt.

Das lassen sich die IS-Kämpfer jetzt nicht mehr gefallen. Auf Twitter gibt es bereits Aufrufe zum Marsch gegen das "Haus Saud". Auch IS-Graffiti und Flugblätter sind in der Hauptstadt Riad schon aufgetaucht. 

Nun werden die Anti-Terrorgesetze geändert und den IS-Kämpfern wird mit schweren Strafen gedroht.

IS-Krieger verfügen über unabhängige Einnahmequellen

Die Dschihadisten verfügen jedoch bereits über ihre eigenen Einnahmequellen. Mit dem Verkauf von Öl aus eroberten Gebieten in Syrien und dem Irak machen sie Geld. Weiters betreiben sie Kidnapping und Schutzgelderpressung und zwingen ihren neuen Untertanen Steuern ab oder rauben Banken aus. 

"Die bedrohlichsten Gruppen sind diejenigen, denen es gelingt, ihre Finanzierung von externen auf interne Quellen umzustellen", sagte ein ehemaliger J.P.Morgan-Banker und Experte für Terrorfinanzierung, zum Tagespiegel. Er fügte hinzu: "Das Geld, über das sie verfügen, entspricht inzwischen dem Militärhaushalt eines kleinen europäischen Landes." (so)

Quellenverweis:

www.tagesspiegel.de

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