ISIS im Irak: „Die USA errichtet ein ‚Dschihad-Wunderland‘ in Syrien“

Epoch Times23. Juni 2014 Aktualisiert: 23. Juni 2014 10:38

Rand Paul, der republikanische Senator von Kentucky, sagte, dass die USA ein "Dschihad-Wunderland" in Syrien kreieren, und der extremistischen Gruppe "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (ISIS) sehr viel Macht verliehen hätten.  

"Wir marschierten in Libyen ein, um diesen schrecklichen Gaddafi loszuwerden, und jetzt ist es da drüben zu einem Dschihad-Wunderland geworden", sagte Paul im Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN. "Es gibt überall Dschihadisten. Wenn wir Assad beseitigen, dann würde Syrien zu einem Dschihad-Wunderland werden. Irak ist es auch ein Dschihad-Wunderland, weil wir uns zu sehr beteiligt haben."

"ISIS stellt derzeit keine Bedrohung für die USA dar"

Paul entfernte sich von den Ansichten seines Kollegen Marco Rubio und denen der Neokonservativen. 

Paul sagte, dass die ISIS-Gruppe im Moment keine Bedrohung für die USA darstellen würde. Andere Republikaner, darunter auch Senator Marco Rubio aus Florida, bestehen jedoch darauf, dass die Terrorgruppe eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellt. Rubio sagte, er glaubt ISIS würde eine "sehr ernste" Bedrohung darstellen und ist, für die Sicherheit der amerikanischen Staatsbürger, gefährlicher als die Terrororganisation al-Qaida.

"Man muss sich fragen, ist man bereit seinen Sohn [in diesen Konflikt] zu entsenden? Ist man bereit seinen Sohn auszusenden um die Stadt Mosul zurückzugewinnen, welche sie selbst nicht einmal bereit waren zu verteidigen?", fragte Paul. "Ich bin nicht bereit meinen Sohn in dieses Schlamassel zu schicken."

"Rand Paul ein Isolationist"

Der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney glaubt, dass Paul ein Isolationist wäre.

"Rand Paul, mit allem gebührendem Respekt, ist im Grunde genommen ein Isolationist", sagte Cheney zum amerikanischen Nachrichtenportal ABC News. "Er ist der Meinung, wir sollten uns nicht in diesem Teil der Welt einmischen. Ich denke aber, dass dies absolut notwendig ist. Eines der Dinge, über die ich mir vor 12 Jahren Sorgen gemacht habe – und über die ich mir heute auch noch Sorgen mache – ist, dass es erneut einen 9/11-Angriff geben könnte, aber das nächste Mal mit Waffen, die weitaus tödlicher sind als Flugzeuge und Teppichmesser."

Bei einer Rede im National Press Club im Juni 2009 sagte Cheney jedoch, dass der Irak nicht an den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen wäre, berichtet das amerikanische Nachrichtenportal Infowars. "Ich glaube nicht – und ich habe auch nie irgendwelche Beweise dafür gesehen – dass Hussein in die Anschläge vom 11.09 beteiligt gewesen war. Für eine Weile wurde dies berichtet, aber es stellte sich schließlich als Unwahrheit heraus", sagte er.

Vor der Invasion im Jahre 2003 bestand Cheney jedoch darauf, dass es eine direkte Verbindung zwischen al-Qaida und Saddam Hussein gegeben hätte, so Infowars. Er behauptete, der Irak würde Abdul Rahman Yasin beherbergen. Yasin wurde verdächtigt, in die Bombardierung des World Trade Center’s im Jahr 1993 verwickelt gewesen zu sein. Außerdem hieß es, der Irak habe in den 1990er-Jahren Beziehungen zur al-Qaida gehabt und dass die Benutzung von Massenvernichtungswaffen trainiert wurde. Cheney sagte auch, dass es eine Verbindung zwischen dem Irak und Mohamed Atta, dem mutmaßlichen Anführer vom 9/11, gegeben hätte.

Später stellte sich jedoch heraus, dass diese Behauptungen von Cheney und den Neokonservativen falsch waren. Es hieß, dass es sich um ein "Versagen der Geheimdienste" gehandelt hätte. (so) 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN