Israelis demonstrieren mit gelben Warnwesten am 14. Dezember 2018 in der israelischen Küstenstadt Tel Aviv. Das Banner zeigt Premierminister Benjamin Netanyahu mit dem Slogan "Crime Minister".Foto: JACK GUEZ/AFP/Getty Images

Israelische „Gelbwesten“ protestieren gegen hohe Lebenshaltungskosten

Epoch Times14. Dezember 2018 Aktualisiert: 14. Dezember 2018 21:08
Mehrere hundert Demonstranten mit gelben Warnwesten sind am Freitag in Tel Aviv auf die Straße gegangen, um gegen die hohen Lebenshaltungskosten zu protestieren. In Jerusalem waren es einige Dutzend.

Die französischen „Gelbwesten“ haben Nachahmer in Israel gefunden. Mehrere hundert Demonstranten mit gelben Warnwesten gingen am Freitag in Tel Aviv auf die Straße, um gegen die hohen Lebenshaltungskosten zu protestieren. In Jerusalem waren es einige Dutzend. In Tel Aviv nahm die Polizei zehn Demonstranten wegen Störung der öffentlichen Ordnung und Widerstands gegen die Staatsgewalt fest.

Die Israelis erfuhren diese Woche aus den Medien, dass sich im kommenden Jahr Nahrungsmittel, Strom, Wasser und Telefongebühren verteuern. Auch örtliche Steuern sollen demnach erhöht werden. Israel ist schon jetzt für seine hohen Lebenshaltungskosten bekannt.

2011 hatten sich in Israel zehntausende Menschen an einer Bewegung für mehr soziale Gerechtigkeit beteiligt. Begonnen hatte sie Mitte Juli, als Aktivisten auf einer Straße in Tel Aviv ihre Zelte aufschlugen, um so gegen die hohen Mieten zu protestieren. Ihren Höhepunkt erreichte die Bewegung, als Anfang August 2011 landesweit mindestens 250.000 Menschen gegen die hohen Lebenshaltungskosten und soziale Ungleichheit auf die Straße gingen.

Einer der damaligen Aktivisten und jetziger Betreiber der israelischen „Gelbwesten“, Shay Cohen, sagte der Zeitung „Maariv“, heute sei die Lage noch schlimmer als vor sieben Jahren. Mehr als ein Fünftel der israelischen Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion