Kämpfe um die letzte IS-Hochburg: 50 abgetrennte Köpfe von Sex-Sklavinnen entdeckt

Epoch Times27. Februar 2019 Aktualisiert: 27. Februar 2019 21:24
Der Angriff britischer SAS- und syrischer SDF-Truppen veranlasste die IS-Kämpfer, unter Tage zu gehen und ein Tunnelnetz unter der Stadt zu nutzen. Im Vorfeld machte die SAS-Spezialeinheit eine grausige Entdeckung.

Die britische Elitetruppen SAS fanden die abgetrennten Köpfe von rund 50 Sexsklavinnen, die von IS-Kämpfern ermordet wurden, als sie die letzte Hochburg der IS-Kämpfer rund um Baghuz erreichten, berichtet „Daily Mail“.  Die Ortschaft Baghuz liegt im Osten Syriens, direkt an der irakischen Grenze.

Dabei soll es sich größtenteils um ermordete Jesidinnen handeln, deren Köpfe nach der Enthauptung in Mülltonnen entsorgt wurden.

IS-Kämpfer zogen sich in Tunnelsystem zurück

Dann folgte eine Nahkampfschlacht gegen die letzten IS-Kämpfer. Dabei setzen die SAS-Soldaten rund 600 Mörserbomben und zehntausende Schuss Maschinengewehrmunition ein, um den Feind in seinem Netzwerk aus zertrümmerten Gebäuden, die über ein Tunnelsystem verbunden sind, zu bezwingen.

Dabei seien, so die „Daily Mail“, mehr als 100 IS-Kämpfer getötet worden. Zwei britische Soldaten wurden verwundet, sind jedoch außer Lebensgefahr.

Vor dem Angriff schufen die militärischen Kräfte aus amerikanischen, französischen und syrisch-irakisch-kurdischen Soldaten einen Korridor über den Zivilisten, damit hauptsächlich Frauen und Kinder das Gebiet um die letzte IS-Hochburg verlassen konnten. So gelangten etwa 1.500 Zivilisten in einer Kolonne von 17 Lastwagen aus Baghuz heraus.

Dabei entdeckte man unter den Zivilisten als Frauen verkleidete IS-Kämpfer, die sich versuchten als „Flüchtlinge“ zu tarnen. Die Militärkräfte gehen davon aus, dass bereits hunderte ehemalige IS-Kämpfer in die Flüchtlingslager geflohen sind, um dort unterzutauchen.

IS-Hochburg wurde durch amerikanisch-französische Artillerie beschossen

Letzte Woche folgten dann gezielte Angriffe auf Baghuz mit Artillerieunterstützung von amerikanischen und französischen Spezialeinheiten von Al Qaim aus, direkt hinter der irakischen Grenze. Die SAS-Spezialkräfte wurden bei den Kampfhandlungen von Hunderten durch westliche Militärkräfte ausgebildete syrische Streitkräfte (SDF) begleitet.

Eine Quelle sagte der „Daily Mail“ am Sonntag: „In ihrer Stunde der Niederlage kannte die Grausamkeit der Dschihadisten keine Grenzen. Sie führten als letzten Akt der Verderbtheit ein feige Abschlachtung dieser verzweifelten unglücklichen Frauen durch und ließen ihre abgetrennten Köpfe zurück, die wir finden konnten.

Die Motivation für einen solchen abscheulichen Akt ist für jeden normalen Menschen unverständlich.“

IS-Kampfverband auf 200 Soldaten geschrumpft

Am Samstag war der letzte IS-Kampfverband auf rund 200 Soldaten geschrumpft. Das einst ein Dreiviertel Englands umfassende, durch den IS kontrollierte, Gebiet, das sich von West-Syrien bis zum östlichen Irak erstreckte, beschränkt sich nun auf einen halben Quadratkilometer in der Nähe von Baghuz namens Hawi al-Dandal.

Schätzungsweise halten die IS-Kämpfer dort noch rund 200 zivile Geiseln als menschlichen Schutzschild fest.

Während den Angriffen auf Baghuz setzte die britische Armee Typhoon-Kampfflugzeuge ein, die mit Shadow- und Brimstone 2-Raketen die IS-Festung beschossen. Gleichzeitig setzten die britischen Kräfte unbemannte Reaper-Drohnen ein, um das Gebiet zu überwachen.

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Drohnen halfen das Kampfgebiet zu überwachen

Eine Quelle sagte der „Daily Mail“: „Die eigentliche Schlacht begann am 9. Februar. In den ersten beiden Tagen wurden 37 IS-Kämpfer getötet und 19 feindliche Positionen zerstört, darunter das Betriebskontrollzentrum der IS-Kämpfer in einer Moschee in Baghuz am 11. Februar.“

Ein Vorstoß der britischen SAS- und syrischen SDF-Truppen veranlasste die IS-Kämpfer, unter Tage zu gehen und ein Tunnelnetz unter der Stadt zu nutzen, berichtet die „Daily Mail“ weiter. Allerdings wurde ihnen das Entkommen aus der eingeschlossenen letzten IS-Hochburg schwer gemacht. Denn selbst bei starker Bewölkung und Staubstürmen halfen Drohnen das Gebiet effektiv zu überwachen.

Mithilfe der Drohnen wurden laut „Daily Mail“ Ein- und Ausgänge zu dem Tunnelsystem identifiziert und die Koordinaten an den US-französischen Artillerieverband und die SAS-Mörserteams weitergegeben, die die Tunneleingänge dann gezielt beschossen.

IS-Kräfte hinterließen Sprengfallen und verminte Gebiete

In den durch westliche und syrische Einheiten eroberten Gebieten, mit verlassenen Autos und zerstörten Häusern, fanden die Spezialeinheiten ein durch die IS-Kämpfer im Verborgenen angelegtes Netz von Landminen. Spezialteams müssen diese Sprengstofffallen mühsam aufspüren und beseitigen.

Bei den Kampfhandlungen der letzten Wochen ergaben sich hunderte der IS-Kämpfer. Bei ihnen wurde eine Iris-Erkennungstechnologie eingesetzt, um hochrangige Terroristen zu identifizieren, deren biometrische Daten zuvor von den Spezialeinheiten gesammelt wurden, berichtet die „Daily Mail“.

Neben den enthaupteten Jesidinnen, so heißt es in dem Artikel weiter, fanden die westlichen und syrischen Kräfte auch IS-Kämpfer, die offenbar von ihren Kommandeuren ermordet wurden, weil sie unter dem Verdacht standen, Spione zu sein. (er)