Kampf „in Endphase“: Rebellen ziehen vollständig aus sechs weiteren Vierteln Aleppos ab

Epoch Times12. Dezember 2016 Aktualisiert: 13. Dezember 2016 17:44
Die syrischen Rebellen haben sich nach Angaben von Aktivisten vollständig aus weiteren sechs Vierteln Aleppos zurückgezogen. "Der Kampf um Aleppo hat sein Ende erreicht", sagte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Montag.

Die syrische Armee sieht sich kurz vor der kompletten Einnahme der seit Monaten umkämpften Stadt Aleppo. Die Offensive auf die Rebellenviertel im Osten der Stadt gehe „in die Endphase“, sagte ein syrischer Armee-Vertreter am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Aktivisten zufolge zogen sich die Rebellen aus sechs weiteren Vierteln vollständig zurück. Frankreich übte unterdessen scharfe Kritik an der Rolle Russlands.

„Der Kampf um Aleppo hat sein Ende erreicht“, sagte der Direktor der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, am Montag. Er sprach von einem „vollständigen Zusammenbruch“ der Rebellen-Gruppen. Seinen Angaben zufolge zogen sich die Rebellen vor allem aus dem besonders stark abgesicherten Bezirk Bustan al-Kasr zurück. Demnach kontrollierten sie nur noch einen kleinen Bereich im Ostteil Aleppos.

Zuvor hatten syrische Regierungstruppen laut  Aktivisten einen großen Stadtteil im Südosten der umkämpften Stadt eingenommen. Die Truppen hätten das Stadtviertel Scheich Said am frühen Montagmorgen erobert, teilte die Beobachtungsstelle mit. Damit kontrollierten die Regierungstruppen nun 90 Prozent der früheren Rebellengebiete im Ostteil der Stadt.

Aleppo war bis vor kurzem in einen von der Regierung kontrollierten Westen und einen von Aufständischen gehaltenen Osten geteilt. Mitte November startete die syrische Armee eine Großoffensive, um Aleppo vollständig zurückzuerobern. Der Fall der Stadt in Regierungshände wäre die schwerste Niederlage für die Rebellen in dem seit 2011 währenden Konflikt. Die Regierung würde damit wieder die fünf größten Städte des Landes kontrollieren.

Aleppo war bis vor kurzem in einen von der Regierung kontrollierten Westen und einen von Rebellen kontrollierten Osten geteilt. Mitte November startete die Armee eine Großoffensive, um Aleppo vollständig zurückzuerobern. Etwa 130.000 Zivilisten flohen laut der Beobachtungsstelle seit Beginn des Militäreinsatzes aus den Rebellenvierteln.

In Scheich Said hatten sich Regierungstruppen und Rebellen nach Angaben der Beobachtungsstelle seit Sonntagnachmittag heftige Gefechte geliefert. Die Rebellenvierteil seien auch aus der Luft bombardiert worden. In den vergangenen 24 Stunden seien erneut mehr als 10.000 Zivilisten aus diesen Vierteln geflohen, teilte die Beobachtungsstelle mit, deren Angaben von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen sind. (afp)

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