Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, kommt zum Ort des Terroranschlags und spricht vor Journalisten.Foto: Alastair Grant/dpa

Khan: Anti-muslimische Verbrechen nach jüngstem Londoner Anschlag verfünffacht

Epoch Times7. Juni 2017 Aktualisiert: 7. Juni 2017 19:47
Londons Bürgermeister Khan rief die Londoner auf seiner Facebook-Seite auf, zusammenzurücken und eine klare Botschaft an die Welt zu senden, "dass unsere Stadt niemals durch diese abscheulichen Individuen gespalten werden wird, die uns schaden und unsere Lebensart zerstören wollen".

Nach dem jüngsten Londoner Anschlag sind anti-muslimische Verbrechen in der britischen Hauptstadt in die Höhe geschnellt. Vorläufige Zahlen vom Dienstag zeigten, dass es im Vergleich zum Tagesdurchschnitt in diesem Jahr einen 40-prozentigen Anstieg rassistischer Vorfälle und eine Verfünffachung der islamophoben Vorfälle  gegeben habe, erklärte Bürgermeister Sadiq Khan am Mittwoch.

Demnach wurden am Dienstag 54 rassistische Taten registriert – bislang waren es 2017 durchschnittlich 38 pro Tag. Von den am Dienstag gezählten Vorfällen richteten sich 20 gegen Muslime, während diese Zahl bisher bei durchschnittlich 3,5 pro Tag lag.

Khan rief die Londoner auf seiner Facebook-Seite auf, zusammenzurücken und eine klare Botschaft an die Welt zu senden, „dass unsere Stadt niemals durch diese abscheulichen Individuen gespalten werden wird, die uns schaden und unsere Lebensart zerstören wollen“. Zugleich hob er hervor, dass die Polizei alles tun werde, „um Extremismus in unserer Stadt auszurotten“ und eine „Null-Toleranz“-Politik gegen sogenannte Hassverbrechen verfolgen werde.

Bei dem Anschlag vom Samstagabend waren nach neuen Angaben acht Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Drei Attentäter waren auf der London Bridge im Herzen der britischen Hauptstadt mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge gerast, anschließend stachen sie im angrenzenden Ausgehviertel rund um den Borough Market wahllos auf Menschen ein.

Die Polizei erschoss die drei Attentäter. Zu der Tat bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).  (afp)



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