„68.000 geschmuggelte Kinder“: Trumps neuer Stabschef John Kelly spricht Klartext + Video

Von 4. August 2017 Aktualisiert: 4. August 2017 15:18
Trumps neuer Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, hat interessante Ansichten zum Thema Menschenhandel. In einem Interview von 2014 äußerte er sich zu internationalen Sklavenhändler-Ringen unmissverständlich.

In einem Interview von 2014 erklärte John Kelly, worin er die größte westliche Bedrohung für die USA sieht: Es seien internationale kriminelle Netzwerke, die mit Drogen und Menschen handeln. Kelly sagte wörtlich:

Das sind internationale kriminelle Netzwerke – alles kommt rein. Hunderte und Hunderte von Tonnen illegaler Narkotika. (…) Zehntausende von Sex-Arbeiter, in vielen Fällen Jugendliche, kommen pro Jahr durch diese Netzwerke in die Vereinigten Staaten, um in der Sex-Industrie zu dienen. Ich sprach bei einer Menschenrechtskonferenz an der Universität Südflorida in Tampa. Das Publikum war schockiert, als ich über die Sexarbeiterinnen sprach. Aber sie waren noch schockierter, als sie von den tausenden Zwangsarbeitern erfuhren, die hergebracht werden und in Floridas Agrarindustrie arbeiten. (…) Alles kann mit diesem Netzwerk transportiert werden. Letztes Jahr (2013) brachten sie 68.000 Kinder in die Vereinigten Staaten. Wir haben es hier mit einem sehr effizienten Netzwerk zu tun … “

Kelly betonte, es gebe international keine Schranken. Entscheidend sei lediglich, ob ein Auftraggeber zahle.

Hier sein Interview mit dem PRISM Magazin lesen.

Kelly veranlasste Aufklärungs-Spot

US-Präsident Donald Trump hatte im Februar der „Epidemie des Menschenhandels“ den Kampf angesagt. Er kündigte an, mit „voller Kraft und Gewicht“ der US-Regierung dagegen vorgehen zu wollen.

Kurz darauf veröffentlichte die US-Regierung einen Werbespot, der zu Wachsamkeit und Mitwirkung aufrief: Die Anzeichen für Versklavung seien überall, es könnten Menschen jeder Rasse und jedes Geschlechts sein. „Dein zweiter Blick kann ihre zweite Chance sein“, so der Spot, der eine minderjährige schwarze Prostituierte genauso zeigt wie Asiatinnen in einem Beauty-Spa und eine ausgebeutete Haushaltshilfe. Zuständig für den Spot war das Innenministerium, dessen Chef bis vor wenigen Tagen John Kelly war.

„Moralische und strategische Interessen“

Im Juni sagte Ivanka Trump bei der Vorstellung des Menschenhandelsberichts 2017, dass das Ende des Menschenhandels in den „moralischen und strategischen Interessen“ der Trump-Regierung liegt:

Die Beendigung des Menschenhandels ist eine wichtige außenpolitische Priorität der Trump-Regierung“ (Ivanka Trump)

Trump: „Menschenhandel vielleicht schlimmer denn je“

Präsident Trump sagte bei einem Meeting mit Strafverfolgern, dass seiner Ansicht nach der Menschenhandel von heute schlimmer sein könnte, als je zuvor in der Weltgeschichte.

Gehen Sie 1.000 Jahre zurück, wenn Sie an Menschenhandel denken, gehen Sie 500 Jahre zurück, 200 Jahre, 100 Jahre, Menschenhandel, (…) denken Sie darüber nach, was da passiert – Menschenhandel ist jetzt vielleicht schlimmer, als er jemals in der Geschichte dieser Welt war.“ (US-Präsident Donald Trump)

Medien traten daraufhin mit Faktcheckern auf den Plan, um die brisante Aussage Trumps zu zerpflücken.

Von Trump-freundlichen Medien wie Breitbart und alternativen Medien wurde der entlassene Stabschef Reince Priebus als interner Gegner Trumps gehandelt. Er habe die von Trump angestrebten Ermittlungen gegen hochrangige pädophile Politiker blockiert, hieß es. Man darf gespannt sein, was nun nach Kellys Ernennung passiert.

Seit Trumps Amtsantritt häuften sich Verhaftungen im Zusammenhang mit Pädophilie und Menschenhandel drastisch. Auch in Europa gab es Großrazzien.

Siehe auch:

Internationale Sex-Sklaverei: „Wir wurden wie Tiere gejagt“ – Eine aktuelle Lebensgeschichte (+Video)

37 Pädophile bei Razzia in Texas verhaftet – US-Kleinstadt schockiert

Trump will „mit voller Kraft der US-Regierung“ die „Epidemie“ des Menschenhandels bekämpfen

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