Klage: FBI Informant verbreitete angeblich Lügen, um Trumps Ex-Sicherheitsberater Flynn zu schaden

Von 28. Mai 2019 Aktualisiert: 28. Mai 2019 11:37
Eine ehemalige Kollegin des als Undercover-Agent für US-Dienste tätigen Cambridge-Akademikers Stefan Halper verklagte ihn auf mehrere Millionen Dollar Schadensersatz. Nach ihrer Klage streuten er und seine Komplizen diffamierende Falschmeldungen über sie und den ehemaligen Sicherheitsberater Trumps, General Flynn, in den Medien.

Der Cambridge-Akademiker Stefan Halper, der faktisch als FBI-Informant geoutet wurde, wird verklagt, weil er angeblich Lügen über eine vermeintliche Beziehung zwischen dem pensionierten Generalleutnant Michael Flynn und Halpers in Russland geborener ehemaliger Kollegin Svetlana Lokhova an die Medien weitergegeben habe.

Lokhova ist eine in Cambridge graduierte und in Großbritannien ansässige Historikerin mit dem Schwerpunkt Dokumentation der russischen Spionage während der Sowjetzeit.

„Bis sie in den Jahren 2016, 2017 und 2018 von Halper und seinen Mitverschwörern in ungeheuerlicher Weise diffamiert wurde, genoss Lokhova in der Gemeinschaft, in der sie lebte und arbeitete, einen makellosen Ruf“, heißt es in der am 23. Mai bei einem Bundesgericht in Virginia eingereichten Klage. Sie verlangt über 25 Millionen Dollar Schadenersatz.

Gemäß der Klage speiste Halper die Medien, darunter The Wall Street Journal, The Guardian, The New York Times, The Washington Post und MSNBC, mit Unwahrheiten über Lokhova und Flynn, um eine Darstellung zu etablieren, dass Flynn ein schmutziges Verhältnis zu Russland hatte.

Flynn war Kampagnenberater und später nationaler Sicherheitsberater von Präsident Donald Trump. Das Flynn-Russland Gerücht wurde von Trumps Gegnern benutzt, um weitere Behauptungen aufzustellen, dass seine Kampagne mit Russland zusammenarbeitete, um die Wahlen 2016 zu beeinflussen. Diese Behauptungen erwiesen sich nach mehreren Untersuchungen durch den Kongress, das FBI und den Sonderermittler Robert Müller als unbegründet.

Seit Ende 2016 haben die Konzern-Medien nacheinander Artikel veröffentlicht, die anscheinend bei vielen Menschen den Eindruck erweckten, dass Lokhova eine russische Spionin war, die irgendwie Zugang zu einem hochrangigen Treffen im Jahr 2014 hatte. Dabei soll sie sich an Flynn gewandt haben, der damals der Leiter des Geheimdienstes für Verteidigung war, und ihn für den russischen Geheimdienst in eine Beziehung oder möglicherweise eine Affäre verwickelt haben.

Die Artikel stützten sich auf anonyme Quellen, von denen die Klage behauptet, dass es sich dabei um Halper und Christopher Andrew, Cambridge-Professor und offizieller Historiker des britischen Spionage- und Sicherheitsdienstes MI5, handelte.

Cambridge und Lokhova

Lokhova kannte Andrew seit 1999, als sie ihn während des Studiums traf. „Andrew wurde Lokhovas langfristiger, akademischer Mentor und Mitautor“, heißt es in der Klageschrift.

Während ihres Masterstudiums Anfang der 2000er Jahre reiste sie nach Moskau und sammelte öffentlich zugängliche Informationen aus dem russischen Staatsarchiv, das Dokumente der Kommunistischen Partei der Sowjetunion aus der Zeit vor 1952 besitzt. Sie benutzte die Materialien für ihre Masterarbeit über den Gründer des sowjetischen Geheimdienstes, Felix Dzerzhinsky.

Im Jahr 2004 wechselte sie ins Finanzwesen und arbeitete für Morgan Stanley, Citibank und andere. Ihre letzte Anstellung hatte sie bei Troika Dialog UK, in der Zweigniederlassung einer Investmentbank mit starken Geschäftsbeziehungen zu Russland. Sie verließ das Unternehmen im April 2012 und behauptete dass sie belästigt und diskriminiert wurde, eine Klage, die ihr letztendlich über 2 Millionen Dollar als Entschädigung eingebracht hat (pdf). Wenige Tage nachdem sie gegangen war, wurde Troika Dialog von der Sberbank, einer großen russischen Staatsbank, übernommen.

Im Jahr 2012 lud Andrew Lokhova ein, am Cambridge Intelligence Seminar (CIS) teilzunehmen, einer laufenden Reihe von Treffen für Mitglieder der Geheimdienst-Gemeinschaft, Wissenschaftler und Forscher, die damals von Halper, Andrew und Sir Richard Dearlove, dem ehemaligen Leiter des britischen MI6-Geheimdienstes, gemeinsam veranstaltet wurden.

Treffen mit Flynn

Im Januar 2014 luden Dearlove und Andrew Lokhova zu einem Gruppenessen mit Flynn ein. „Dearlove hatte keine Probleme mit Lokhova“, heißt es in der Klageschrift. „Dearlove hätte es Lokhova nie erlaubt, an einer Veranstaltung mit General Flynn teilzunehmen, wenn Dearlove irgendwelche Bedenken bezüglich Lokhova gehabt hätte.“

Der Zweck des Abendessens war es, das Programm zu fördern, das zur „Cambridge Security Initiative“ (CSI) werden sollte, einer Gruppe unter dem Vorsitz von Dearlove, zu der Lokhova später als Fellow eingeladen wurde.

Etwa 20 Personen nahmen am Abendessen teil und am Ende lud Andrew Lokhova ein, die Materialien aus dem sowjetischen Archiv zu präsentieren. Sie zeigte das Bild einer Postkarte von Joseph Stalin. Auf der Postkarte befand sich das Bild einer „erotischen Statue“. Flynn bat Lokhova, ihm die Materialien zu schicken, die er als „Eisbrecher“ bei seinen Gesprächen mit russischen Beamten, mit denen er im Rahmen seiner Arbeit interagierte, verwenden könnte. Sie waren während des Gesprächs nie allein zusammen, so die Klageschrift.

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Andrew bat Lokhova, mit Flynn in Kontakt zu bleiben, in der Hoffnung, dass „Flynn wieder auf dem Seminar sprechen oder Geschäfte mit CSI machen könnte“, heißt es in der Klage. Sie sagte, dass sie ihm mehrere E-Mails geschickt hat, die Andrew alle als Kopie erhielt.

Sie nahm weiterhin an den Aktivitäten der CIS und CSI teil.

„Weder Dearlove noch Halper noch Andrew… noch sonst jemand hat jemals irgendwelche Bedenken über Lokhova geäußert“, heißt es in der Klage.

Tatsächlich bot Andrew an, mit ihr zusammen ein Buch zu schreiben, das auf den sowjetischen Archivdokumenten basiert. Er stellte sie seinen Literaturagenten vor und ihr wurden von zwei Verlagen über 200.000 Dollar im Voraus angeboten.

Im Januar 2016 lud Andrew sie zu einem Abendessen mit Halper ein, um das Buch zu besprechen, aber sie hielt Halper für einen „abscheulichen Charakter“, der sie bis zu diesem Zeitpunkt absichtlich mied, so die Klageschrift, und fügte hinzu, dass sie abgelehnt habe.

Andrew war nicht glücklich und trat im April 2016 vom Buchdeal zurück.

„Haarsträubendess“ Gerücht

Etwa zur gleichen Zeit wurde Lokhova von einem Kollegen in Cambridge gesagt, dass Halper hinter ihrem Rücken „gezielte Fragen darüber stellte, mit wem Lokhova sich traf, wo und wann“.

Zwei Monate später erzählte Andrew Lokhova, dass „haarsträubende Gerüchte kursierten“ über die Verbindungen ihrer Familie zum russischen Geheimdienst.

Im selben Monat verließ Halper die CIS. Er sagte, es sei aus persönlichen Gründen, aber die Klageschrift behauptet, es sei, weil er vom FBI aufgefordert wurde, die Trump-Kampagne auszuspionieren, was er tat.

Nach Trumps Wahl machte sich Halper an die Arbeit, um den Medien diffamierende Geschichten über Lokhova zu erzählen, behauptet die Klageschrift.

Financial Times

Am 17. Dezember 2016 veröffentlichte die Financial Times eine Geschichte mit Behauptungen von drei CIS-Mitgliedern, darunter Dearlove und Halper, dass sie die Beziehungen zur CIS abbrachen, weil Russen versuchen würden, die Gruppe zu übernehmen. Halper hatte offenbar seine bisherige Begründung zurückgenommen und behauptete jetzt, dass er tatsächlich wegen „inakzeptablem russischen Einfluss auf die Gruppe“ ausgetreten sei.

„Die Financial Times war nicht in der Lage, ihre Behauptungen unabhängig zu belegen – und es wurden keine konkreten Beweise zur Bestätigung vorgelegt“, so die Zeitung.

Die Namen von Halpers und Dearlove wurden tatsächlich irgendwann zwischen September und Oktober 2016 von der Liste der CIS-Kongressteilnehmer gestrichen, aber Dearloves war am 4. Februar 2017 wieder auf der Liste und ist seitdem in dieser Liste geblieben.

„Halpers Fehldarstellungen und Propaganda im FT-Artikel sollten das falsche Gerücht über Lokhova hervorrufen und Ängste und Paranoia bezüglich der russischen Subversion des Westens und der Einmischung in die Präsidentschaftswahl 2016 schüren“, behauptet die Klageschrift.

Sunday Times aus London

Am 19. Februar 2017 veröffentlichte Andrew einen Artikel in der Sunday Times of London, in dem er schrieb, dass Flynn Lokhova bat, bei seinem nächsten offiziellen Besuch als Übersetzerin mit ihm nach Moskau zu reisen und dass Flynn eine E-Mail an Lokhova als „General Misha“ unterschrieb.

„Halper und Andrew wussten, dass diese Aussagen falsch waren“, heißt es in der Klageschrift. „Weder Halper noch Andrew hörten General Flynn jemals Lokhova bitten, mit ihm als Übersetzerin oder anderweitig nach Moskau zu reisen. Außerdem erhielt Andrew Lokhovas E-Mail-Kommunikation mit General Flynn als Kopie. General Flynn hat nie eine einzige E-Mail mit „General Misha“ unterschrieben.“

Nach dem Artikel begannen sich Gerüchte online zu verbreiten, dass Lokhova eine russische Agentin und „Honigtopf“ sei, die von Moskau geschickt wurde, um Flynn zu verführen.

Das Wall Street Journal

Im März 2017 erfuhr Lokhova von einem Kollegen, dass zwei Reporter des Wall Street Journal nach einer angeblichen „Affäre“ zwischen Lokhova und Flynn fragten. Die Klageschrift behauptet, dass die unbegründete Behauptung von Halper gestreut wurde.

Die Zeitung schrieb am 17. März 2017 einen Artikel, der die Behauptung nicht ausdrücklich formulierte, sondern sich auf die Tatsache konzentrierte, dass Flynn beim Verteidigungsministerium keinen Bericht über das Treffen mit Lokhova im Jahr 2014 eingereicht hatte.

Hochrangige Beamte sollen in der Tat berichten, wenn sie von unbekannten Ausländern angesprochen werden, aber in diesem Fall scheint es Flynn gewesen zu sein, der sich an Lokhova gewandt hat und sie um einen unbedeutenden Gefallen gebeten hat.

„Zwei Personen, die am Cambridge-Dinner teilgenommen haben und mit der Veranstaltung in Verbindung gebracht werden, sagten, dass Frau Lokhova sich am Anfang an Herrn Flynn gewandt hat und dass die beiden nebeneinander saßen“, heißt es in dem Artikel.

Diese beiden Personen waren Halper und Andrew, behauptet die Klageschrift, und erklärte, dass Halper nicht am Abendessen teilgenommen habe, sie sich am Anfang nicht an Flynn gewandt habe und nicht neben ihm gesessen habe.
Die Klageschrift enthält ein Foto, das Lokhova beim Abendessen gemacht hat, das darauf hindeutet, dass Flynn nicht neben ihr gesessen hat. Tatsächlich wäre es ein Fauxpas gewesen, zusammen mit ihm zu sitzen, da das Abendessen eine formelle Veranstaltung mit einer Sitzordnung war und Lokhova wahrscheinlich die jüngste Teilnehmerin war, während Flynn der Ehrengast war.

Der Artikel wiederholte auch Andrews mutmaßliche Falschdarstellungen aus seinem Sunday Times-Artikel und behauptete fälschlicherweise, dass Lokhova für die Sberbank arbeitete.

The Guardian und andere Zeitungen

Am 31. März 2017 veröffentlichte The Guardian einen Artikel im Geiste des Flynn-Russland-Gerüchts mit dem Untertitel „US- und UK-Beamte waren beunruhigt über Moskauer Kontakte und Begegnungen mit Frauen, die mit russischen Spionageagenturen in Verbindung stehen“.

Der Artikel geht davon aus, dass Lokhova Zugang zu Archiven des russischen Geheimdienstes gewährt wurde, was sie bestreitet und wofür keine Beweise gefunden wurden.

Der Artikel wiederholte auch Andrews mutmaßliche Falschdarstellungen aus seinem Sunday Times-Artikel und nährte nach der Veröffentlichung weiter die Gerüchte, dass Lokhova eine Spionin sei.

Die Daily Mail und The Telegraph schlossen sich am 31. März und 2. April 2017 mit eigenen Artikeln an.

Der MSNBC-Analyst Malcolm Nance ging sogar so weit, Lokhova in einem Tweet als „wertvolle russische Agentin“ zu bezeichnen und MSNBC strahlte einen Beitrag mit Nance aus, in dem er sich auf Lokhova als „russischer Nachrichtenoffizier“ bezog.

The New York Times

Ein Jahr später, nachdem der Blogger Jeff Carlson darauf hingewiesen hatte, dass „es eine ernsthafte Chance gibt“, dass Halper ein FBI-Spion war, veröffentlichte die New York Times am 18. Mai 2018 einen Artikel, der offenbarte, dass Halper tatsächlich ein solcher war. Carlson wurde später in diesem Jahr Epoch Times-Mitarbeiter.

Der Artikel der New York Times wiederholte erneut die mutmaßlichen Lügen, die Halper über das CIS-Dinner 2014 verbreitet hatte, diesmal in einer deutlicheren Sprache.

„Nach Angaben von Personen, die mit dem Besuch von Herrn Flynn beim Geheimdienst-Seminar vertraut sind, war die Quelle beunruhigt über die scheinbare Nähe des Generals zu einer russischen Frau, die ebenfalls anwesend war“, heißt es in dem Artikel. „Die Besorgnis war so groß, dass sie eine andere Person veranlasste, die amerikanischen Behörden zu warnen, dass Herr Flynn vom russischen Geheimdienst kompromittiert werden könnte, so zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.“

Die Klageschrift von Lokhova rügt den Artikel in mehreren Punkten. „Der NYT-Artikel deutete fälschlicherweise an, dass Halper beim Abendessen mit General Flynn im Februar 2014 dabei war. Das war er nicht. Der Artikel stellte falsch dar, dass Halper „alarmiert war über die scheinbare Nähe des Generals zu Lokhova“. Halper war über nichts „beunruhigt“. Keine „Nähe“ war für irgendjemanden beim Abendessen „offensichtlich“, denn Lokhova war nie „nahe“ bei General Flynn. Es gab keine Grundlage für die Annahme, dass Lokhova General Flynn „kompromittiert“ hatte, geschweige denn im Namen des russischen Geheimdienstes und es wurde keine „Warnung“ an die „amerikanischen Behörden“ weitergeleitet. Das ist alles eine abgestimmte Lüge, die von Halper und dem Reporter der New York Times, Adam, Goldman/NYT, erfunden wurde.“

Das Blatt habe nicht einmal versucht, Lokhova zur Stellungnahme zu kontaktieren, heißt es in der Klageschrift.

NBC

Im Mai dieses Jahres wurde Lokhova von der NBC-Produzentin Anna Schecter kontaktiert, die versprach, “ die Geschichte von Lokhova auf den Punkt zu bringen und die Fehler zu korrigieren „.

„Als Frau und professionelle Frau schaudere ich bei der Vorstellung einer trügerischen Geschichte darüber, mit Flynn zu schlafen und ihn auszuspionieren, nicht minder, als es nicht nur in Cambridge erzählt wird, sondern auch der Presse gegeben und als Tatsache berichtet wird“, sagte Schecter zu Lokhova, gemäß der Klageschrift. „Ich und mein Team in der Ermittlungseinheit werden diese Geschichte und ihre wichtigen Auswirkungen sehr ernst nehmen und ich glaube, dass unsere Agenturen (FBI und CIA) besser darin sein werden, wenn wir ein helles Licht auf einen unzuverlässigen Informanten mit losem Mundwerk werfen, der dazu neigt, Geschichten zu erfinden.“

Das kam nicht so.

Schecter erzählte Lokhova später, dass sie ihr glaubte, aber sagte, dass ein Kollege bei NBC mit „25 Jahren Geheimdiensterfahrung“ lachte und sagte, dass „jeder bei der CIA wusste, dass Flynn eine Affäre mit Lokhova hatte“.

„Schecter klang verzweifelt und sagte, dass sie von ihren Kollegen unter Druck gesetzt wurde“, heißt es in der Klage.

Halper, Andrew, The Wall Street Journal, The New York Times, The Washington Post, The Sunday Times of London, NBC News und MSNBC haben nicht auf Anfragen nach Kommentaren reagiert. Ein Sprecher von The Guardian lehnte eine Stellungnahme ab.

Halper

Halper hat Verbindungen zur CIA und zum MI6. Er diente auch in den Regierungsstellen von Nixon, Ford und Reagan.

Halper traf sich mit Carter Page, einem freiwilligen Berater der Trump-Kampagne, auf einem Cambridge-Symposium am 11. und 12. Juli 2016. Page war gerade von einer Reise nach Russland ein paar Tage zuvor zurückgekehrt und sagte, dass er danach für einige Monate in Kontakt mit Halper blieb.

Die Reise von Page wurde zum Kernthema des Steele-Dossiers, einer Sammlung unbewiesener Behauptungen über Absprachen zwischen Trump und Russland, die vom ehemaligen MI6-Agenten Christopher Steele zusammengestellt wurden. Das Dossier wurden von Hillary Clintons Präsidentschaftskampagne 2016 und dem Democratic National Committee finanziert. Das Dossier wurde vom FBI als Hauptbeweis verwendet, um vom Foreign Intelligence Surveillance Court einen Abhörbeschluss zu erhalten, um einige Wochen vor der Präsidentschaftswahl Page auszuspionieren.

Am 2. September 2016 kontaktierte Halper auch George Papadopoulos, einen weiteren Trump-Kampagnenhelfer und bot 3.000 Dollar und eine bezahlte Reise nach London an, damit er eine Arbeit über ein Gasfeld im Mittelmeer schreibt. Papadopoulos nahm das Angebot an und flog nach London, wo er Halper und seinen Assistenten traf.

Am 31. August oder 1. September 2016 traf sich Halper auch mit dem Co-Vorsitzenden der Trump-Kampagne, Sam Clovis, in Nord-Virginia und bot Hilfe für die Trump-Kampagne bei der Außenpolitik an, berichtete The Washington Post.

Halpers Besorgnis über Lokhova wird in ihrer Klageschrift als vorgetäuscht dargestellt, da er etwa zwei Jahre nach dem Flynn-Treffen 2014 keine Besorgnis gezeigt zu haben schien und erst dann Besorgnis zeigte, als Flynn begann, Trump zu helfen.

Tatsächlich scheint Halper selbst dem russischen Geheimdienst ziemlich nahe zu stehen, nachdem er Vladimir Trubnikov, den ehemaligen Direktor des russischen Geheimdienstes, mindestens zweimal, und zwar in den Jahren 2012 und 2015, eingeladen hatte, in der CIS zu unterrichten – wie der Klage zu entnehmen ist. Trubnikov folgte beide Male der Aufforderung.

Zwischen 2012 und 2017 erhielt Halper mehr als eine Million Dollar vom Office of Net Assessment, einer Strategie-Denkfabrik, die direkt dem Verteidigungsminister der USA untersteht.

Adam Lovinger, ein Analyst der Denkfabrik, warnte vor den Verträgen mit Halper, wurde aber dafür bestraft, so sein Anwalt.

Flynn

Flynn war nach dem 11. September einer der konsequentesten Geheimdienstler der Welt.

„Mike Flynns Einfluss auf den Krieg der Nation gegen den Terror übertrumpft wahrscheinlich jede andere einzelne Person, da seine Energie und sein Geschick, die Geheimdienst-Gemeinschaft zu einer fokussierten Anstrengung zu bewegen, buchstäblich historisch war“, schrieb der damalige Brigg Gen. John Mulholland in Flynns Leistungsüberprüfung 2007.

Damals leitete Flynn den Geheimdienst des Joint Special Operations Command.

Mulholland, selbst ehemaliger Sondereinsatzoffizier, nannte Flynn „mit Abstand den besten Geheimdienstprofi aller heutigen Dienste“.

Im Jahr 2014 wurde er jedoch wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Obama-Regierung in den Ruhestand gezwungen.

Vor mehr als einem Jahr bekannte sich Flynn schuldig, zwei FBI-Agenten über Gespräche mit dem russischen Botschafter Sergey Kislyak belogen zu haben, die stattfanden, als der ehemalige Präsident Barack Obama im Dezember 2016 zusätzliche Sanktionen gegen Russland verhängte.

Er plädierte auch schuldig dafür, dass er gelogen habe, Russland zu bitten, gegen eine Resolution des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu stimmen oder die Abstimmung darüber zu verschieben.

Schließlich bekannte er sich schuldig, über seine Offenlegungen zur ausländischen Lobbyarbeit gelogen zu haben, nämlich inwieweit seine Arbeit zugunsten der türkischen Regierung von dieser überwacht wurde. Verstöße gegen die Vorschriften über Lobbying werden bei hauptsächlich schriftlichen Tätigkeiten selten verfolgt. Flynn sagte, dass die Arbeit im August 2016 begann; er schloss sein Lobbyunternehmen im November 2016.

Im März bat Flynn einen Bundesrichter, seine Verurteilung zu verschieben, damit ihm mehr Zeit bleibt, bei einem Fall in Virginia gegen zwei seiner ehemaligen Mitarbeiter, bei seiner Zusammenarbeit mit dem Gericht fortzufahren. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie verschwiegen haben, dass sie im Namen der Türkei in den Vereinigten Staaten Lobbyarbeit geleistet haben.

Flynn hat bei mehreren Ermittlungen umfassend mit den Staatsanwälten zusammengearbeitet und die weitere Zusammenarbeit wird ihm noch mehr Möglichkeiten geben, eine nachsichtige Verurteilung zu beantragen. Schon vor der Verzögerung baten die Staatsanwälte um eine nachsichtige Strafe, die auch keine Gefängniszeit beinhaltete, während die Verteidigung nicht mehr als ein Jahr Bewährung und gemeinnützige Arbeit forderte.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von al)
Originalartikel: FBI Informant Fed Media Lies to Smear Flynn, Defamation Lawsuit Alleges