Kolumbien bittet in Flüchtlingskrise um internationale Hilfe – Medien: Für Krise ist nur Maduro verantwortlich – das Regime muss weg

Die kolumbianische Regierung hat wegen der Massenflucht der Venezolaner um internationale Hilfe gebeten. Mindestens 2,3 Millionen Venezolaner haben nach Angaben der Vereinten Nationen das Land bereits verlassen.
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Flüchtlingskrise in Venezuela.Foto: CRIS BOURONCLE/AFP/Getty Images
Epoch Times30. August 2018

Die kolumbianische Regierung hat die Massenflucht der Venezolaner mit der Lage im Kriegsland Syrien verglichen und um internationale Hilfe gebeten.

„Sie kommen in einem Umfang vergleichbar mit Syrien und jeden Tag werden es mehr“, sagte Außenminister Carlos Holmes Trujillo am Mittwoch im Parlament. „Glücklicherweise wird der internationalen Gemeinschaft das Ausmaß bewusst und die Notwendigkeit, mit Geld und Kooperation zu helfen.“ Er plädierte für einen internationalen Hilfsfonds, um die venezolanischen Flüchtlinge mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen.

Hunderttausende Venezolaner sind bereits vor dem Elend und der Unterdrückung in ihrer Heimat geflohen. Experten sprechen von der wohl größten Flüchtlingskrise in der Geschichte Lateinamerikas.

Mindestens 2,3 Millionen Venezolaner haben nach Angaben der Vereinten Nationen das Land bereits verlassen. „Die Krise hat ein extremes Ausmaß erreicht. Die Venezolaner kommen voller Angst nach Kolumbien, um hier zu bleiben oder in andere Länder weiterzuziehen“, sagte Außenminister Trujillo.

„El Mundo“: Für die Venezuela-Krise ist nur Maduro verantwortlich

Die spanische Zeitung „El Mundo“ schrieb am Donnerstag  zu Krise:

„Sie fliehen vor der schlimmsten Krise der jüngeren Geschichte ihres Landes. Vor dem Hunger, der höchsten Inflation der Welt, der Medikamenten- und Lebensmittel-Knappheit sowie der Repression eines unnachgiebigen Regimes. Hunderttausende Venezolaner haben sich gezwungen gesehen, ihr Land zu verlassen. Nach UN-Angaben sind es seit 2014 schon 2,3 Millionen Menschen. Und der Strom reißt nicht ab. In der gesamten Region wurde dadurch bereits eine Notsituation ausgelöst. Bolivien, Chile, Kolumbien, Ecuador, Peru und Brasilien fordern Mittel, um die Flüchtlinge aufnehmen und medizinisch betreuen zu können und um die Kinder in Schulen zu schicken. Für eine der größten Migrationsbewegungen der lateinamerikanischen Geschichte ist nur ein Einziger verantwortlich: Der venezolanische Präsident) Nicolás Maduro.“

„Aftenposten“: Das Regime in Venezuela muss weg

Die konservative norwegische Tageszeitung „Aftenposten“ (Oslo) kommentiert am Mittwoch die politische Situation in Venezuela:

„Maduro und seine Clique müssen weg, aber da sie alle erdenklichen Mittel anwenden, um sich an der Macht zu halten, ist es schwer zu sehen, wie das geschehen soll. Ein Staatsstreich, von Teilen des Militärs durchgeführt, ist nicht so abschreckend wie er es normalerweise wäre. In der Praxis ist Venezuela bereits eine Militärdiktatur. Das Problem ist, dass ein Coup zu einem ebenso schwierigen neuen Regime führen kann, nur mit entgegengesetzten politischen Vorzeichen, entweder von Russland oder China dominiert, die beide starke Interessen an dem Land haben.“ (dpa/so)



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