Kriegstreiber, Strategen und stille Profiteure

Von 2. November 2014 Aktualisiert: 2. November 2014 10:10

Angeblich will kein Mensch Krieg. Millionen gehen immer wieder auf die Straßen und demonstrieren gegen Kriege. Und dennoch gibt es ständig neue Kriege. Warum eigentlich, wenn doch keiner Krieg will? Die brutale Antwort: Da draußen gibt es einige wenige, die eiskalt Kriege planen und davon profitieren. Man kann sie jetzt auch beim Namen nennen. Aber Vorsicht: Das ist politisch nicht korrekt.

Vor 100 Jahren brach der Erste Weltkrieg aus. Diese Desinformation verbreiten derzeit alle Leitmedien, denn der Erste Weltkrieg ist nicht über Nacht plötzlich und unerwartet »ausgebrochen« − er wurde vielmehr systematisch Schritt für Schritt geplant. Wer verstehen will, wie Kriege entstehen, der kommt am neuen Sachbuch Wiederkehr der Hasardeure nicht vorbei.

Es gibt in letzter Zeit viele Neuerscheinungen zum Ersten Weltkrieg, aber keine ist ein solcher Augenöffner wie Wiederkehr der Hasardeure. Das liegt zum einen an den Autoren: Willy Wimmer und Wolfgang Effenberger. Der Erste ist ein CDU-Politiker, der 33 Jahre dem Bundestag angehörte. Zwischen 1985 und 1992 war er erst verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU und dann Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung.

Wimmer war schon während seiner aktiven politischen Zeit für sein kritisches und unbequemes Engagement außerhalb der offiziellen Parteilinie und Doktrinen bekannt. Der Zweite ist ein bekannter Historiker, der als ehemaliger Hauptmann tiefe Einblicke in Kriegsplanungen erhielt und sich seither vorbildlich gegen Kriegsplanung und für den Frieden engagiert.

Wenn zwei solche Schwergewichte beim Thema Krieg zur Feder greifen, dann wiegen die Erwartungen des Lesers schwer. Herausgekommen ist ein Meisterwerk, für das man einen Buchhalter braucht, weil es leider rund ein Kilogramm schwer ist. Aber es lohnt sich, dieses Schwergewicht bis zur letzten Seite durchzulesen. Warum? Die meisten Menschen da draußen sind weder Historiker, noch hatten sie – wie die Autoren – Zugang zu Geheimdokumenten.

Sie haben also ganz sicher Einblicke in Zusammenhänge, die uns Normalbürgern (leider) verborgen sind. In Wiederkehr der Hasardeure wagen es die Autoren, freimütig und unerschrocken Großmachtinteressen – vor allem der USA − aufzudecken und anzuprangern. Das machen sie sachlich und objektiv.

Das Buch ist politisch nicht korrekt, wird deshalb von den Massenmedien ignoriert. Aber die Autoren können es sich leisten, die herrschende Meinung zu verlassen und gegen den »Mainstream« anzuschreiben.

Erster Weltkrieg − cui bono? Wem nutzte er? Das ist die Ausgangsfrage, die das Buch stellt. Die Antwort ist brutal, ehrlich und dazu geeignet, aus einer Verschwörungstheorie Realität werden zu lassen: vor allem den Vereinigten Staaten.

Klar ist: Die Europäer sind nicht wie Schlafwandler in den Ersten Weltkrieg gegangen, sondern wurden zielgerichtet von Bankern, Politikern und Militärs in diesen Krieg getrieben.

Erschreckend: Der Erste Weltkrieg ist die Blaupause für viele neue Kriege. Die USA, die mit ihm zur Weltmacht aufstiegen, nutzen das bewährte Konzept seither weltweit. Und sie planen für die Europäer – allen voran für die Deutschen – gerade eiskalt die nächste große Katastrophe. Im Hintergrund stets – wie auch schon beim Ersten Weltkrieg − dabei: willfährige Helfer in den Reihen der Medien.

Die wichtigste Aussage von Wiederkehr der Hasardeure steht auf Seite 521. Die USA arbeiten gerade über die Nato daran, dass deutsche Soldaten ohne Veto-Möglichkeit des Deutschen Bundestages unter amerikanischen Oberbefehl gestellt werden und jederzeit im amerikanischen Interesse irgendwo in US-Kriege geschickt werden können. Und unsere Medien berichten nicht darüber. Das ist die traurige Realität.

Das Buch ist Pflichtlektüre für alle, die Kriege verhindern wollen. Und es ist Pflichtlektüre für alle, die nicht wollen, dass deutsche Soldaten unter US-Oberbefehl in den Tod geschickt werden, damit amerikanische Banker noch reicher werden, US-Politiker ihre machthungrigen Ziele weiterverfolgen und einige wenige noch reicher werden können.

http://info.kopp-verlag.de

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