Lawrow vergleicht Logik der britischen Regierung mit Gerichtsszene aus Alice im Wunderland

Von 22. April 2018 Aktualisiert: 22. April 2018 12:25
Russlands Außenminister Sergei Lawrow stellte sich den Fragen der BBC. Es ging vor allem um Syrien. Lawrow machte im Interview einige interessante Vergleiche.

Der russische Außenminister Sergei Lawrow war zu Gast in der BBC-Sendung HARDtalk.

Er stellte sich den harten Fragen des BBC-Reporters und erklärte unter anderem, dass alle Beweise, die Frankreich, Großbritannien und die USA zum angeblichen Giftgasanschlag in Duma vorgelegt hatten, aus Medien und sozialen Netzwerken stammten.

Lawrow zeigte auch seine Verwunderung darüber, dass die westlichen Länder das syrische Duma nur einen Tag vor der Ankunft der Vertreter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) bombardierten. Der Angriff auf Damaskus erfolgte Mitte April.

Russlands Außenminister beklagte im Interview, dass der Westen andere Länder immer „bestrafe“ ohne Ermittlungsergebnisse abzuwarten.

Das wäre schon im Fall des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergei Skripal in Salisbury so gewesen und jetzt in Syrien – nach dem angeblichen Giftgasangriff.

Großbritannien würde mit Argumenten wie „höchstwahrscheinlich“ und ohne Beweise Strafmaßnahmen durchführen, sagte Lawrow. Diese Logik des britischen Außenministeriums verglich der Minister, mit einer Gerichtsszene aus Alice im Wunderland.

Lawrow sagte:

„Wissen sie wie Lewis Carroll im Buch Alice im Wunderland eine Gerichtsszene beschreibt? Als der König fragt, vielleicht hören wir den Geschworenen zu, schreit die Königin „keine Geschworenen, zuerst die Strafe und dann das Gerichtsurteil“. Genau das ist die Logik des Außenministeriums… „höchstwahrscheinlich““.

RT Deutsch zeigt das gesamte Interview in deutscher Übersetzung:

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