Lebendig verbrannt: Sterbendes Mädchen bittet um Vergebung für IS-Mörder

Epoch Times17. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:24
Unter der Herrschaft der Terroristen des sogenannten Islamischen Staates werden die Menschen dazu gezwungen zum Islam zu konvertieren. Wer sich weigert, wird bestraft. So auch im Irak.

In Mosul steckten die Anhänger des Islamischen Staates das Haus einer Christen-Familie in Brand, mit schwerwiegenden Folgen. Die Mutter eines 12-jährigen Mädchens hatte den Terroristen die Dschizya (Steuer für Nichtmuslimische) nicht schnell genug bezahlt, worauf hin die IS-Anhänger ihr Haus anzündeten. 

Bei dem Vorfall verbrannte ihre Tochter bei lebendigem Leib. Doch bevor das Kind ihren Verbrennungen erlag, bat sie ihre Familie den IS-Kämpfern zu verzeihen. Dies erzählte die Mutter der Menschenrechtlerin Jacqueline Issac, berichtet der britische "Daily Express".

Demnach hätten ausländische IS-Kämpfer an die Tür der christlichen Familie geklopft und sie dazu aufforderten die Steuer für Nichtmuslime zu bezahlen. "Entweder du bezahlt die Dschizya oder du verlässt unverzüglich dieses Haus", sollen die Dschihadisten zu der Frau, die anonym bleiben wollte, gesagt haben. 

Issac erzählte der Zeitung, dass die Mutter den Extremisten versicherte die Steuer sofort zu bezahlen. Sie habe nur um "ein paar Sekunden" Geduld gebeten, da ihre Tochter gerade in der Dusche gewesen war. Demnach wollten die IS-Anhänger aber nicht warten und steckten das Haus in Brand.

Sowohl die Mutter als auch ihre Tochter hätten es geschafft das brennende Haus zu verlassen. Doch das Kind sei nur wenige Stunden später an ihren schweren Verbrennungen gestorben.

Die Menschenrechtlerin erzählte dem "Daily Express": "Die Tochter hatte Verbrennungen vierten Grades. Ihre Mutter versuchte alles um sie zu retten. Sie eilte ins Krankenhaus, doch das Kind starb". 

"Das letzte was ihre Tochter gesagt hat war: ‚Vergib ihnen’", so Issac.  

Im Irak sterben die Christen aus 

Letzte Woche sagte ein führender Geistlicher in Bagdad, dass die gesamte christliche Bevölkerung des Landes wegen der Vorherrschaft des IS innerhalb von fünf Jahren verschwinden könnte.

Pater Martin Hermis Dawud erzählte dem "Daily Express": er habe die Mitglieder seiner Gemeinde stets darum gebeten zu bleiben. Aber seit dem die Terror-Miliz vor zwei Jahren die Kontrolle mehrerer Gebiete im Irak übernommen hat und die dortige Bevölkerung terrorisiert, rät Dawud den Menschen zur Flucht. 

Irakische christliche Führer schätzen die Gesamtzahl der chaldäischen Katholiken, der Syrisch-Orthodoxen und der Mitglieder der östlichen assyrischen Kirche – die wichtigsten Konfessionen des Landes – auf knapp 400.000. Vor 20 Jahren waren es demnach noch 1,3 Millionen. 

Vater Dawud sagte der Zeitung: "Wir stehen in der Mitte, wir haben es gesehen. Wenn Zeitungen in Europa Karikaturen über den Propheten Mohammed veröffentlichen, dann werden die Christen hier von Banden angegriffen. Wenn etwas in Belgien oder in den Niederlanden geschieht, müssen wir hier dafür bezahlen."

Und weiter: "Wir wissen sehr genau, dass nicht jeder Muslim hier ein Terrorist ist.  Aber diese Kultur nimmt stark zu. Nicht nur im Irak, sondern überall im Nahen Osten. Es ist ein weltweiter Kampf und wir werden in diesem Feuer verbrennen." (so) 

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