Sicherheitsrisiko im Libanon: US-Außenminister warnt vor Einfluss der Hisbollah-Miliz

Epoch Times22. März 2019 Aktualisiert: 22. März 2019 16:08

Bei einem Besuch im Libanon hat US-Außenminister Mike Pompeo vor dem Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz gewarnt.

Pompeo habe bei einem Treffen mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri am Freitag die Sorge der USA vor den „destabilisierenden Aktivitäten“ der Hisbollah und den „Risiken für die Sicherheit, Stabilität und den Wohlstand des Libanon“ geäußert, sagte sein Sprecher Robert Palladino.

Die US-Regierung betrachtet die Hisbollah als Terrororganisation und hat Sanktionen gegen die schiitische Bewegung verhängt, die mit drei Ministern an der Regierung in Beirut beteiligt ist. Der militärische Arm der Bewegung spielt eine führende Rolle im syrischen Krieg, wo die Miliz an der Seite der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad kämpft. Die USA und Israel sehen die Präsenz der Hisbollah in dem Nachbarland mit Sorge.

Pompeo traf am Freitag auch Ministerpräsident Saad Hariri und Präsident Michel Aoun. Nach Angaben seines Sprechers betonte Pompeo im Gespräch mit Hariri die Notwendigkeit, die „legitimen staatlichen Sicherheitsinstitutionen zu unterstützen, insbesondere die libanesischen Streitkräfte“. Auch habe er die Leistung der Menschen im Libanon gewürdigt, mehr als eine Million syrische Flüchtlinge aufgenommen zu haben, sagte der Sprecher.

Pompeo bemüht sich derzeit, eine gemeinsame Front gegen den Iran aufzubauen, den die USA als die Hauptbedrohung in der Region betrachten. Vor Beirut besuchte er als erster hoher US-Vertreter mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Klagemauer in Jerusalem. (afp/so)

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