Brennendes Flüchtlingsboot vor Libyen.Foto: Ruptly/Screenshot

Libyens Küstenwache verbrennt Flüchtlingsboote im Mittelmeer – 1050 Menschen nach Libyen zurückgebracht

Epoch Times20. September 2017 Aktualisiert: 20. September 2017 10:52
Libyen geht hart gegen Schlepperei vor: Die Behörden versuchen verstärkt zu verhindern, dass Flüchtlinge und Migranten das Mittelmeer nach Europa überqueren. Am Wochenende wurden über 1000 Menschen vor der libyschen Küste aufgegriffen - ihre Boote wurden verbrannt.

Libyens Küstenwache spürte am Samstag 1050 Flüchtlinge und Migranten in Mittelmeer auf. Die Beamten sammelten die Menschen, die nach Europa gelangen wollten, ein und verbrannte daraufhin die acht Schlauchboote, mit denen sie unterwegs waren.

Ein Video zeigt die geretteten Flüchtlinge und eines ihrer Boote, dass von den Einsatzkräften verbrannt wurde.

Die Flüchtlinge wurden anschließend von der libyschen Küstenwache zurück nach Libyen gebracht. Aufgegriffen wurden sie etwa 45 Kilometer westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis, sagte ein Sprecher der Küstenwache, berichtet die „Kronen-Zeitung“.

Libyen geht hart gegen Schlepperei vor

Libyens Küstenwache ist für ihr hartes Vorgehen gegen Schlepperei bekannt: Die Behörden versuchen verstärkt zu verhindern, dass Migranten das Mittelmeer nach Europa überqueren. Wenn Soldaten ein Flüchtlingsboot aufgreifen, werden die Menschen zurück ans libysche Festland gebracht und die Boote zumeist zerstört.

Durch die verstärkten Kontrollen, gelang es den libyschen Behörden den Flüchtlingsstrom einzudämmen. 2017 kamen deutlich weniger Migranten in die EU als noch im Jahr 2016. Vor allem Italien profitiert von den Massnahmen. Im August ging die Zahl der Neuankömmlinge deutlich zurück. Dafür nimmt jedoch der Druck auf Spanien zu, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf die EU-Grenzschutzagentur Frontex.

Demnach hat sich die Zahl der in Spanien ankommenden Flüchtlinge in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Frontex-Direktor Fabrice Leggeri sagte laut „Welt“: zwischen Januar und August seien fast 14.000 Flüchtlinge registriert worden. Das seien mehr als 2,5-mal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. (so)


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