Live-Stream und Live-Ticker Weltwirtschaftsforum Davos 2015 – und Gegenveranstaltungen

Epoch Times21. Januar 2015 Aktualisiert: 21. Januar 2015 12:29

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21. Januar 2015

10:39 Uhr Beim Weltwirtschaftsforum in Davos treffen sich die Mächtigsten aus Wirtschaft und Politik von 21. bis 24. Januar.

Der ukrainische Präsident Petro Poroshenko hielt am ersten Tag eine Rede, musste aber frühzeitig abreisen, da sich die Lage in Donbass, Ukraine, verschärft. 

Der chinesische Premier Li Keqiang ist auch in Davos. 

Irene Rosenfeld, zählt laut "Forbes" zu den 20. mächtigsten Frauen der Welt, ist seit 2006 Vorstandsvorsitzende vom Lebensmittelkonzern Mondelez International und auch beim WEF dabei. 

Der CEO und Vorstandsvorsitzende Jamie Dimon von JPMorgan Chase & Co sowie der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa stehen auch auf der Gästeliste.  

Der Philanthrop und Gründungsmitglied von Microsoft, Bill Gates und seine Frau Melinda Gates sowie der Chefredakteur und Herausgeber der britischen Tageszeitung "The Guardian", Alan Rusbridger, sind auch anwesend. 

Drew Gilpin Faust wird als Präsidentin der amerikanischen Harvard-Universität dabei sein.

Die ehemalige israelische Justizministerin Tzipi Livni ist dabei, sowie andere Gäste die sich durch Livnis frühere Tätigkeiten einen Namen gemacht haben. 

Auch der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan und der ehemalige Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand, der nun für den Finanzriesen Blackrock arbeitet, sind auch dabei. 

Der ehemalige britische Premier Tony Blair, sowie Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und andere Politiker sind bei dem Elitetreffen vertreten. 

10:12 Uhr Es gibt jetzt doch Demonstrationen gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF). Am Samstagnachmittag soll auf dem zentralen Postplatz eine Platzkundgebung stattfinden. Der Kleine Landrat, die Exekutive von Davos, hat die Demonstration bewilligt, wie es in einer Mitteilung der Gemeinde vom Dienstag heisst, berichtet derbund.ch.

Die in Deutschland gegründete Friedensorganisation "Gesellschaft Kultur des Friedens" hat das Gesuch eingereicht. 

Der Präsident der Organisation Henning Zierock sagte, dass am WEF würden weit reichende wirtschaftliche Entscheide gefällt werden, deren Tragweite nicht öffentlich gemacht werde. "Es kann nicht sein, dass sich dagegen keine Stimme erhebt." 

8:00 Uhr Wegen der heftigen Kämpfe im Konfliktgebiet Donbass verkürzt der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seinen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in der Schweiz. Poroschenko fliege bereits heute zurück, teilte dessen Sprecher am späten Abend mit. Zuvor hatte sich der Präsident über die Lage am Flughafen von Donezk informiert, wo sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten erneut heftige Gefechte geliefert hatten. Poroschenko führt beim WEF in Davos die ukrainische Delegation an. Bei der Konferenz wird unter anderem eine Debatte über die Ukraine-Krise erwartet.

20. Januar 2015

Weltwirtschaftsforum in Davos 2015: Teilnehmer suchen neue Weltordnung

Davos – Im Schweizer Alpenkurort Davos kommen heute Hunderte Topmanager und Spitzenpolitiker zum diesjährigen Weltwirtschaftsforum zusammen.

Eine Rekordzahl von mehr als 2500 Teilnehmern aus 140 Ländern hat sich zu den bis Samstag geplanten Beratungen angesagt. Sie wollen über wirtschaftliche und politische Krisen sowie neue globale Herausforderungen wie die digitale Revolution debattieren.

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Weit oben auf der Tagesordnung stehen Themen wie die Gefahr einer erneuten Verschärfung der Euro-Schuldenkrise, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in vielen Ländern sowie die Bedrohung der Weltwirtschaft durch den Terrorismus.

Der Chef des Schweizer Weltwirtschaftsforums (WEF), Klaus Schwab, warnt davor, dass fehlende Zusammenarbeit zwischen Staaten schlimme Folgen haben werden: "Die Welt ist viel egoistischer geworden", sagte Schwab der "Welt am Sonntag". "Dieser größere Egoismus überträgt sich in Nationalismus." Eine globale Führungsarchitektur, die geeignet wäre, diese rasanten Entwicklungen zu begleiten, gebe es nicht.

"Wir stehen gerade an einem Wendepunkt: Entweder wir finden einen minimalen Standard der globalen Zusammenarbeit. Oder wir verfallen in eine Art chaotische Struktur." Unter anderem warnt Schwab vor einer neuen Finanzkrise: "Die Krise ist vorprogrammiert, wenn Regierungen und Notenbanken nur ihre eigenen Interessen verfolgen und jeder versucht, möglichst gut dazustehen, ohne auf die anderen zu achten. Was immer wichtiger wird ist eine globale Koordination um Auswüchse zu vermeiden."

Auch der Chefökonom bei der renommierten Consultingfirma IHS Global findet, dass die Welt neu verwaltet werden muss. "Davos wird in diesem Jahr ein eher nüchternes Ereignis angesichts der globalen Terrorrisiken, der geopolitischen Friktionen und des anämischen Wirtschaftswachstums in der Welt", sagt Nariman Behravesh, berichtet die "Welt". "Die Welt driftet ökonomisch auseinander, und das muss gemanagt werden, damit es nicht zu Turbulenzen kommt."

Rund 40 Staats- und Regierungschefs werden erwartet. Aus Deutschland kommen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mehrere weitere Minister.

Frankreich wird in Davos durch Präsident François Hollande vertreten, Italien durch Regierungschef Matteo Renzi. Neben der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, wollen auch zahlreiche Notenbanker kommen. Zwei Wochen nach den Terroranschlägen in Paris sollen Tausende Soldaten und Polizisten den Schutz der Teilnehmer garantieren. (dpa/so)