Immer häufiger erschüttern blutige Anschläge die afghanische Hauptstadt Kabul.Foto: Rahmat Gul/Archiv/dpa

Massive Explosion im Stadtzentrum von Kabul – Viele Verletzte

Epoch Times27. Januar 2018 Aktualisiert: 27. Januar 2018 10:48
Bei einer schweren Explosion in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 79 Menschen verletzt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Gesusndheitsministeriums.

Bei einem Anschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Samstag dutzende Menschen verletzt worden. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, 18 Zivilisten seien verletzt worden.

Die italienische Hilfsorganisation Emergency teilte mit, in ihr Krankenhaus in Kabul seien mehr als 50 Menschen eingeliefert worden. Emergency-Koordinator Dejan Panic sprach von einem „Massaker“. Nach Angaben des Innenministeriums wurde der Anschlag mit einer Autobombe verübt.

Nach Angaben von Augenzeugen erschütterte die gewaltige Explosion kurz vor 13.00 Uhr (Ortszeit, 9.30 Uhr MEZ) ein belebtes Stadtviertel, in dem das afghanische Innenministerium und die Vertretung der Europäischen Union Büros haben. Ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte eine Explosion in der Nähe des alten Gebäudes des Ministeriums.

In der Nähe befinden sich auch das Kabuler Polizeipräsidium und der Sitz des Hohen Friedensrats zur Aussöhnung mit den Aufständischen. Fotos in sozialen Netzwerken zeigten eine riesige Rauchwolke, an umliegenden Gebäuden gingen Fensterscheiben zu Bruch.

In Kabul hatte die Zahl der Anschläge zuletzt stark zugenommen. Die Hauptstadt gilt inzwischen als einer der gefährlichsten Orte für Zivilisten in Afghanistan. Vor einer Woche hatten Kämpfer der radikalislamischen Taliban das Intercontinental-Hotel angegriffen und mindestens 22 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Ausländer, darunter auch eine Deutsche.

Am Samstagmorgen hatten die afghanischen Behörden in einer Sicherheitswarnung speziell an Ausländer vor möglichen neuen Anschlägen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gewarnt. Die IS-Kämpfer planen demnach Anschläge auf Supermärkte, Geschäfte und Hotels, die von Ausländern besucht werden. (afp)



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