Mehrere Verletzte und mindestens ein Toter bei Erdbeben in Kroatien

Epoch Times22. März 2020 Aktualisiert: 22. März 2020 12:46
In Kroatien gab es am frühen Morgen ein Erdbeben und ein Nachbeben in der Nähe der Hauptstand Zagreb. Es wurden zahlreiche Häuser beschädigt. Auch die Kathedrale im Zentrum der Stadt ist betroffen.

Bei einem Erdbeben in Kroatiens Hauptstadt Zagreb ist einem Medienbericht zufolge am Sonntag mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. In den Trümmern eines Hauses hätten Rettungskräfte die Leiche eines 15-jährigen Jungen gefunden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Hina unter Berufung auf den Rettungsdienstleiter Zarko Rasic.

Es ereignete sich um 06:24 Uhr wenige Kilometer entfernt von der kroatischen Hauptstadt Zagreb. Ein Nachbeben gegen 07:00 Uhr erreichte eine Stärke von 5,0. Medienberichten zufolge wurden in Zagreb zahlreiche Häuser beschädigt – Trümmer fielen auf parkende Autos. Viele Menschen rannten in Panik auf die Straße, wie eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Wie Hina unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete, wurden mehrere Menschen verschüttet. In der Altstadt verursachte das Beben schwere Schäden an Gebäuden. Fassadenteile von mehreren Häusern stürzten auf die Straße. Auch ein Turm der Kathedrale von Zagreb wurde beschädigt, wie Bürgermeister Milan Bandic bekanntgab. In großen Teilen der Stadt fiel zudem der Strom aus.

Nach einer Stunde gab es noch ein schweres Nachbeben der Stärke 5,0. Das Innenministerium forderte die Menschen auf, zunächst draußen zu bleiben, aber keine Gruppen zu bilden, um eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus zu verhindern. „Halten Sie Distanz. Stellen Sie sich nicht zusammen. Wir sind mit zwei schweren Krisen konfrontiert, dem Erdbeben und der Epidemie“, erklärte Innenminister Davor Bozinovic.

EU versichert Hilfe

EU-Ratspräsident Charles Michel zeigte sich in einer ersten Stellungnahme bestürzt über das Unglück. Er habe dem kroatischen Regierungschef Andrej Plenković versichert, dass die EU bereit sei, Hilfe und Unterstützung anzubieten, teilte Michel am Sonntagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Bereits in der Nacht zum Samstag hatte ein Erdbeben den Westen Griechenlands erschüttert und dort viele Menschen aufgeschreckt. Das Epizentrum des Bebens lag nahe der Hafenstadt Igoumenitsa an der albanisch-griechischen Grenze.

Es ereignete sich in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern und hatte eine Stärke von 5,6, wie das geodynamische Institut in Athen mitteilte. Nach Berichten griechischer Medien wurden zwei Menschen leicht verletzt. An mehreren Gebäuden seien leichte und mittlere Schäden entstanden, zudem mussten einige Landstraßen wegen Erdrutschen gesperrt werden. (dts/dpa)

 

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