Tödliche Herzattacken aus Angst vor Erdbeben: Fünf Tote bei Beben der Stärke 6,9 vor indonesischer Küste

Epoch Times4. August 2019 Aktualisiert: 4. August 2019 7:58
Bei dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden verletzt und mehr als 200 Häuser beschädigt.

Bei einem Erdbeben auf der indonesischen Insel Java sind fünf Menschen ums Leben gekommen und einige weitere verletzt worden. Wie der Katastrophenschutz am Samstag mitteilte, erlitten am Freitag aus Angst vor dem Beben der Stärke 6,9 mehrere Menschen tödliche Herzanfälle. Außerdem wurden vier weitere Menschen verletzt und mehr als 200 Häuser beschädigt. Eine zwischenzeitlich ausgegebene Tsunami-Warnung wurde nach ein paar Stunden wieder aufgehoben.

Drei Menschen seien wegen des Erdbebens an Herzanfällen gestorben, sagte Katastrophenschutz-Sprecher Agus Wibowo. Ein weiterer Mensch stürzte demnach auf der Flucht aus seinem Haus in den Tod. Das fünfte Opfer habe eine tödliche Panikattacke erlitten.

Etwa ein Dutzend Häuser zerstört

Etwa ein Dutzend Häuser wurden laut Wibowo zerstört. Mehr als tausend Menschen, die auf Java sowie der Nachbarinsel Sumatra in Notunterkünften untergebracht wurden, konnten demnach am Samstag in ihre Häuser zurückkehren. „Es gab einen donnernden Lärm – es klang wie ein Flugzeug über meinem Kopf – und ich hatte solche Angst, dass ich rannte“, sagte der 69-jährige Isah, der wie viele Indonesier nur einen Namen trägt, in einer Notunterkunft in Pandeglang im Südwesten von Java.

Das Beben an der Südküste von Java hatte nach Angaben der US-Bebenwarte USGS eine Stärke von 6,9, sein Zentrum lag in fast 53 Kilometern Tiefe rund 150 Kilometer von Labuan entfernt. Die Erschütterungen waren auch in der indonesischen Hauptstadt Jakarta deutlich zu spüren. Der Katastrophenschutz warnte am Freitag vor bis zu drei Meter hohen Wellen, nach drei Stunden wurde die Tsunami-Warnung aber wieder aufgehoben.

Indonesien ist ein Erdbeben-Hotspot

In Indonesien ereignen sich immer wieder Erdbeben. Der weitläufige asiatische Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen tektonische Platten aufeinander, so dass es hier besonders oft Erdbeben und Vulkanausbrüche gibt. Vergangenen Monat starben bei einem Beben auf den entlegenen Molukken-Inseln fünf Menschen.

Bei einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami waren im September vergangenen Jahres auf der indonesischen Insel Sulawesi mehr als 2200 Menschen ums Leben gekommen. Noch viel verheerender war ein Beben der Stärke 9,1 mit anschließendem Tsunami an Weihnachten 2004: Damals starben in mehreren Ländern am Indischen Ozean etwa 220.000 Menschen, davon 170.000 in Indonesien. (afp)

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