Howard Rubin und seine Frau.Foto: Facebook/Screenshot

Menschenhandel und brutale Vergewaltigung: Klage gegen Ex-Top-Manager von George Soros

Von 4. November 2017 Aktualisiert: 29. Dezember 2017 9:28
Dem Wall Street Millionär Howard Rubin wird Menschenhandel und brutale Vergewaltigung vorgeworfen. "Howie" soll Frauen geschlagen, mit Elektroschocks misshandelt und sie in einem "Sex-Kerker" in einem Penthouse in Manhattan vergewaltigt haben. Die Klägerinnen fordern 27 Millionen Dollar Schmerzensgeld.

Einem Wall Street Banker – der für Milliardär George Soros gearbeitet hat – wird „Menschenhandel und brutale Vergewaltigung“ vorgeworfen. Howard Rubin – Spitzname Howie – habe sich mit anderen zu einem Unternehmen verschworen, das „Menschenhandel betreibt und Frauen aus den ganzen Vereinigten Staaten ausbeutet.“ So heißt es in der Anklage gegen den 62-Jährigen, in der drei Betroffene 27 Millionen Dollar fordern. Die „Daily Mail“ berichtet.

Unter Drogen gesetzt und vergewaltigt

Drei Models aus Florida beschuldigen den Millionär der schweren Vergewaltigung und Körperverletzung. Der ehemalige Soros-Manager habe die Frauen – Playmates des Playboy – dazu veranlasst, in ein Penthouse in Manhattan zu kommen. Dort habe er sie unter Drogen gesetzt und anschließend in einem „Sex-Kerker“ vergewaltigt.

Die angeblich missbrauchten Frauen behaupten, er habe gebrüllt: „Ich werde euch vergewaltigen, wie ich meine Tochter vergewaltige.“ Danach habe er sie angegriffen.

Die Frauen behaupten weiter: Rubin habe versucht die Taten zu vertuschen indem er ihnen bis zu 5.000 Dollar Schweigegeld pro Person anbot. Zudem hätten seine Mitarbeiter angeboten, die Behandlungskosten zu decken – die Frauen hätten durch das brutale Vorgehen des Managers Verletzungen davon getragen.

Rubin, ein Absolvent der Harvard Business School, arbeitete in den 1990-er Jahren für das Kreditinstitut Merrill Lynch und Bear Stearns. Damals berichtete die „Daily Mail“ von „einer Reihe unerlaubter Geschäfte, die Merrill Lynch 250 Millionen Dollar“ gekostet haben. Die Summe wurde später von der „New York Times“ auf 377 Millionen Dollar nach oben korrigiert. Rubin wurde daraufhin entlassen aber nie strafrechtlich verfolgt.

Im Jahr 2008 übernahm der Top-Manager einen Wertpapierfonds für den umstrittenen Milliardär George Soros, der von Soros Fund Management LLC betrieben wurde. 2015 verließ er das Unternehmen.

Frauen in „Kerker“ mit „Sexspielzeugen von ‚A-Z'“ geführt

Die Klage der drei Frauen bezieht sich auf vier verschiedene Vorfälle im Jahr 2016. Die Klägerinnen behaupten, Rubins Mitarbeiter hätten sie über Instagram kontaktiert. Rubins angebliche Komplizen Stephanie Shon und Jennifer Powers hätten ihnen Tausende von Dollar und gratis Flüge angeboten, um in „Fotoshootings“ mitzuwirken und Rubin „Gesellschaft“ zu leisten. Die Frauen willigten ein.

Bei einem Treffen – nachdem zwei der drei mutmaßlichen Opfer in seinem Penthouse angekommen waren – unterschrieben sie angeblich einen Geheimhaltungsvertrag. Danach hätten sie im Viceroy Central Park zu Abend gegessen.

Daraufhin seien sie in das Penthouse zurückgekehrt, wo sie sich angeblich auf seine Bitte hin in Fetischkleidung umzogen. Er habe ihnen alkoholische Getränke gegeben und sie dann in einen „Kerker“ geführt in dem es „Sexspielzeuge von A-Z und eine große x-förmige Maschine mit Riemen, Sitzbank, Vollmasken mit Reißverschlüssen und Metallhaken“ gab, berichtet die „Mail“.

„Der Daddy muss sein Baby schlagen“

Die Frauen behaupten weiter, Rubin habe sie geschlagen und gesagt: „Howie ist der Daddy“. Und: „Der Daddy muss sein Baby schlagen.“

Eines der mutmaßlichen Opfer gab an, Rubin habe sie so fest auf die Brust geschlagen, dass sich ein Implantat „umdrehte“. Weiter habe er den Frauen ins Gesicht geschlagen und ihnen befohlen sich gegenseitig zu schlagen. Wenn sich eine der Frauen weigerte, seine Befehle auszuführen, habe Rubin sie geschlagen, gefesselt, geknebelt und gesagt: „Ich werde dich vergewaltigen, wie ich meine Tochter vergewaltige.“

Danach habe er sie auf Hinterkopf, Brust und Rippen geschlagen und sie beschimpft. Eine Frau behauptet, Rubin habe sie mit einem Elektroschocker misshandelt und danach vergewaltigt.

Die Klage richtet sich auch gegen Rubins angebliche Komplizen Shon und Powers. In der Klage heißt es: „Wie sich herausstellt, hatte Powers viele Frauen rekrutiert, um sich mit Rubin zu treffen. Nachdem Rubin mit den Opfern fertig war und zu seiner Frau und seinen Kindern nach Hause zurückkehrte, war es Powers‘ Aufgabe, die traumatisierten Frauen zu beruhigen und mit den Ärzten Vorkehrungen zu treffen, um den Schaden, den Rubin angerichtet hatte, zu beheben.“

Der Anklage zufolge, begannen Howard Rubins Verbrechen bereits in 2010.


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