Merkel: „Seenotrettung“ ist ebenso notwendig wie die Bekämpfung von Schleusern

Epoch Times16. August 2019 Aktualisiert: 16. August 2019 13:19
"Sicherlich wäre es gut, wir hätten auch heute wieder eine Mission ,Sophia‘ und staatliche Schiffe, die retten würden." Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich auf europäischer Ebene für eine Wiederaufnahme der staatlichen „Seenotrettung“ für Migranten im Mittelmeer einzusetzen.

Eine entsprechende Initiative der Kanzlerin wäre unterstützenswert, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Die geretteten Migranten dürften allerdings keinesfalls nach Libyen zurückgebracht werden, sondern müssten in EU-Staaten an Land gehen dürfen.

Pro Asyl fordert Kanzlerin Angela Merkel auf, die Kooperation mit den libyschen Warlords zu beenden“, sagte Burkhardt. „Wenn Flüchtlinge nach Libyen zurückgebracht werden, dann landen sie in Sklavencamps.“

Laut „Welt“ äußerte sich Merkel beim Empfang zum Zapfenstreich für die ehemalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Donnerstagabend in einem kurzen Statement:

Sicherlich wäre es gut, wir hätten auch heute wieder eine Mission ,Sophia‘ und staatliche Schiffe, die retten würden.“

„Seenotrettung“ sei ebenso notwendig wie die Bekämpfung von Schleusern.

Die EU hatte im März ihre Marine-Mission „Sophia“ im zentralen Mittelmeer eingestellt. Seitdem sind dort nur private Schiffe im Einsatz. Einen regulären Mechanismus zur Aufnahme und Verteilung dieser Geretteten in den EU-Staaten gibt es nicht.

147 Migranten warten

Die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms hatte bereits am Vortag mitgeteilt, dass fünf der an Bord befindlichen 147 Migranten zur psychologischen Behandlung an Land gebracht worden seien. Auch ihre insgesamt vier Begleiter durften das Schiff verlassen.

Inzwischen haben sich sechs europäische Staaten bereiterklärt, weitere Migranten aufzunehmen, darunter  Frankreich, Deutschland, Rumänien, Portugal, Spanien und Luxemburg. Dies schrieb der italienische Regierungschef Giuseppe Conte in einem Brief, den er an Innenminister Matteo Salvini richtete und der am Donnerstag auf Facebook veröffentlicht wurde. (afp/sua)

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