Syrien-Konflikt: Merkel weiterhin für Sturz von Baschar al-Assad

Epoch Times14. Dezember 2015 Aktualisiert: 14. Dezember 2015 16:29
Nachdem sich die USA schließlich vom Sturz Assads distanziert haben, besteht Bundeskanzlerin Angela Merkel weiter darauf: Assad würde noch immer Fassbomben auf sein Volk werfen.

Weiterhin fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel den Sturz des syrischen Führers Baschar al-Assad. Nachdem in den vergangenen Wochen Moskau und Washington sich darauf geeinigt hatten, mit Baschar al-Assad temporär zusammenzuarbeiten, behält Angela Merkel ihren Kurs bei, berichtet Deutsche Wirtschafts Nachrichten (DWN).

“Die internationale Allianz gegen den IS schließt Assad und seine Truppen nicht ein”, sagte die Kanzlerin gegenüber der "Badischen Neuesten Nachrichten" und der "Augsburger Allgemeinen". Die Mehrzahl der Flüchtlinge, die zu uns gekommen sind, seien vor Assad geflohen, er werfe noch immer Fassbomben auf das eigene Volk, so die Kanzlerin weiter.

Dem könnte entgegengehalten werden, die Fluchtbewegung hätte erst eingesetzt, nachdem der IS aufgekommen sei, so "DWN". Der IS aber wurde nachweislich durch die Türkei, also einen Nato-Staat, aktiv unterstützt. Auch der Vorwurf Assad würde auf die eigene Bevölkerung Fassbomben werfen scheint nicht gerechtfertigt. Einen Beleg dafür brachte die Bundeskanzlerin nicht, fügt "DWN" hinzu.

Als Beitrag Deutschlands zur Bewältigung der Syrien-Krise benennt die Bundeskanzlerin das Training der kurdischen Peschmerga im Nordirak und den Einsatz deutscher Tornados für Aufklärungsflüge ab Januar um den Kampf gegen den IS in Syrien zu unterstützen. Außerdem begleite die deutsche Fregatte “Augsburg” den französischen Flugzeugträger Anti-IS-Operationen.

Seit vergangenem Februar trainiert die Bundeswehr mit anderen Ländern die kurdischen Peschmerga im Nordirak. Ab Januar sollen deutsche "Tornados" von der Türkei aus Aufklärungsflüge unternehmen, um den Kampf gegen den IS in Syrien zu unterstützen. Zum deutschen Beitrag gehört auch die Fregatte "Augsburg", die einen französischen Flugzeugträger bei Anti-IS-Operationen begleitet und schützt.

In dem Zeitungsinterview machte Merkel deutlich, sie sehe Deutschland in Zukunft außenpolitisch stärker gefordert, notfalls auch militärisch.

Auch in ihrem Podcast betonte Merkel den Gleichklang zwischen der militärischen Komponente einerseits, sowie politischen Verhandlungen, Entwicklungs- und Wiederaufbauhilfe andererseits. Dies sei auch mit Blick auf die vielen Flüchtlinge in Deutschland etwa aus Syrien zentral. (dk)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN